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Studieren in Deutschland:Arbeiterkind

Wer erfolgreich studieren will, benötigt ein hohes Maß an Selbstorganisation.

(Foto: Imago Stock&People)

Maximilian Winter ist der erste in seiner Familie, der studiert. Ob ein junger Mensch zur Universität geht, hängt bis heute sehr vom Elternhaus ab - und nicht von den Fähigkeiten. Unterwegs mit einem, der sich durchgeboxt hat.

Von Theresa Parstorfer

Seine Mutter ist Erzieherin, sein Vater Zahntechniker. Die Großmutter verkaufte Wurst, der Urgroßvater bewirtschaftete einen Bauernhof, der Ururgroßvater war Schuhmacher und seine Ururgroßmutter schuftete in einer Fabrik. Harte, manche würden sagen "ehrliche", Arbeit hat Tradition in der Familie Winter. "Seit 1524 hat in meiner Familie niemand studiert", sagt Maximilian Winter. So ganz stimmt das seit 2017 nicht mehr. Denn in dem Jahr besuchte Maximilian Winter seine erste Vorlesung. Aktuell studiert er Geschichte, Politikwissenschaften und Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Geht alles glatt, wird er der erste Akademiker im Stammbaum seiner Familie sein. Eine Erfolgsgeschichte, wenn man so will. Maximilian Winter sieht das aber ein bisschen anders.

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