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Schulen - Wiesbaden:Schulen unterrichten das Glück: Stärken im Fokus

Marburg/Frankfurt (dpa/lhe) - Mehrere Schulen in Hessen haben "Glück" auf dem Stundenplan stehen. In der Regel handelt es sich dabei nicht um ein eigenständiges Schulfach, sondern um Angebote wie AGs, teilte ein Sprecher des hessischen Kultusministeriums mit. An der Georg-Kerschensteiner-Schule in Obertshausen (Kreis Offenbach) etwa wird "Glück" seit dem Schuljahr 2014/2015 unterrichtet. "Es geht darum, sich mehr mit Stärken und Zielen zu beschäftigen, statt nur auf die Defizite zu schauen", erläutert Studiendirektorin Andrea Sartor das Konzept. Im Unterricht werden demnach Fragen behandelt wie: Was macht mich glücklich, was sind meine Stärken? Wo will ich im Leben hin?

"Glück" steht in Obertshausen als verpflichtendes Angebot zwei Stunden pro Woche auf dem Stundenplan. Es richtet sich an 15- bis 17-jährige Hauptschüler der zweijährigen Berufsfachschule in den Bildungsgängen zur Berufsvorbereitung. "Wir gehen immer zielorientiert vor", sagt Sartor. "Es geht viel mit Rückfragen und Selbstreflexion, nicht mit Zwang."

Auch an einer Schule in Fulda steht "Glück" auf dem Stundenplan, im Kreis Marburg-Biedenkopf zeigt man sich offen für die Idee: Dort gab es vor kurzem zum Thema "Glück als Schulfach" eine Vortragsveranstaltung. Der Kreis wolle Schulen und Lehrer dazu anregen, sich mit der Thematik stärker zu beschäftigen, sagte der für den Schulbereich zuständige erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow (CDU). Es gehe darum zu überlegen, wie man "Glück" auf dem Stundenplan oder in den einzelnen Fächern behandeln könnte.

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