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Schulen - München:Ab dem Sommer gibt es mehr Flexibilität für Erstklässler

München (dpa/lby) - Die Neuregelung für die Einschulung von Erstklässlern in Bayern gilt wie von der schwarz-orangen Koalition geplant nach den Sommerferien. Ab dem Schuljahr 2019/2020 wird es im Freistaat demnach einen Einschulungskorridor geben, mit dem sich der der Wechsel vom Kindergarten in die Grundschule flexibler gestalten lässt. "Mit dem Eintritt in die Grundschule beginnt für die Kinder ein neuer Lebensabschnitt. Dabei ist es mir ein besonderes Anliegen, den individuellen Entwicklungsstand jedes einzelnen Kindes bestmöglich zu berücksichtigen", sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Freitag in München.

Konkret gilt der Korridor für sogenannte Kann-Kinder, also Mädchen und Jungen, die zwischen dem 1. Juli und dem 30. September sechs Jahre alt werden. Hier sollen Eltern nach Beratung und Empfehlung durch die Schulen frei entscheiden dürfen, ob ihr Kind zum kommenden Schuljahr oder erst ein Jahr später eingeschult werden soll.

"Damit leisten wir dazu einen wichtigen Beitrag und stärken die Entscheidungsfreiheit der Eltern", betonte Piazolo. Die Grundschulen würden die Eltern dabei umfassend beraten und begleiten. Piazolo versprach, dass die notwendige Änderung des Artikels 37 des Bayerischen Erziehungs- und Unterrichtsgesetzes zum Beginn der Schulpflicht zeitnah erfolgen werde.

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