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Schulen:Frankfurter Schulen erhalten Laptops und WLAN

Ausbildung
Das Abfragefenster für Username und Password sind auf dem Monitor eines Laptops zu sehen. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Mit knapp 50 Millionen Euro aus dem Digitalpakt sollen alle Frankfurter Schulen mit drahtlosem Internet sowie neuen Laptops und Tablets ausgestattet werden. Auf eine entsprechende Umsetzung des Förderprogramms von Bund und Land verständigte sich die Stadtregierung, wie Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) am Freitag mitteilte. Etwa 30 Schulen jährlich sollen mit WLAN und neuen Geräten versorgt werden, in vier Jahren sollen so alle 167 Schulen in Trägerschaft der Stadt Frankfurt erreicht sein.

Für zwölf Millionen Euro sollen Beamer und interaktive Whiteboards als zeitgemäße Präsentationstechnik angeschafft werden. Acht Millionen Euro erhalten die beruflichen Schulen unter anderem für digitale Geräte, Maschinen und Werkzeuge für die berufsbezogene Ausbildung.

Auch inklusiver Unterricht werde unterstützt: "Gerade Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen, beispielsweise im Hinblick auf die Förderschwerpunkte Hören und Sehen, können in ihren Lernmöglichkeiten profitieren, wenn sie Geräte mit speziell auf sie zugeschnittenen Anwendungen nutzen", erklärte Weber.

"Die Corona-Krise hat gezeigt, dass die Digitalisierung der Schulen nun sofort angegangen werden muss. Aber es geht nicht nur um Soforthilfen in der Krise, sondern auch um den langfristigen und strukturierten Ausbau der digitalen Ressourcen", erklärte die Dezernentin. Im Juni soll die Stadtverordnetenversammlung über den Beschluss abstimmen.

Der Digitalpakt ist ein Förderprogramm für den Ausbau der digitalen Bildungsinfrastruktur. In Hessen stehen bis 2024 rund 372 Millionen Euro bereit. Das Land stockt die Summe mit eigenem Geld auf 500 Millionen Euro auf. Der Eigenanteil der Stadt Frankfurt beträgt den Angaben zufolge sechs Millionen Euro.

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