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Schulen - Dresden:Schwimmunterricht: Ministerium relativiert AfD-Aussagen

Ausbildung
In der Schwimmhalle lernt ein Junge Schwimmen. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

Dresden (dpa/sn) - Das sächsische Kultusministerium hat Kritik der AfD an Mängeln beim Schwimmunterricht zurückgewiesen. Der Anteil der Schüler, die die Anforderungen der Einsteigerprüfung "Seepferdchen" erfüllten, sei weiter auf hohem Niveau, teilte das Ministerium am Dienstag mit. Bei den Zweitklässlern habe die Quote im vergangenen Schuljahr bei 91 Prozent gelegen, im Schuljahr 2016/2017 waren es noch 86,5 Prozent.

"Die Verantwortung, Kindern das Schwimmen frühzeitig beizubringen und auf die Gefahren vorzubereiten, liegt aber nicht allein in der Verantwortung der Schule, sondern ist ebenso eine Aufgabe der Eltern", erklärte Referentin Susann Meerheim. Wie beim Sprechen und Lesen lernen komme es auch beim Schwimmen auf das nötige Training an: "Wer in seiner Freizeit schwimmen geht, gewinnt die nötige Sicherheit und kann die Fähigkeiten im Schwimmen, Springen und Tauchen weiter stärken."

Die AfD hatte am Montag mehr Schwimmunterricht für Schüler gefordert und das mit einer wachsenden Zahl an Nichtschwimmern begründet. Laut Statistik stieg deren Anzahl im Vergleich zum Schuljahr 2013/2014 zwar absolut. Das hängt aber vor allem mit der stark gestiegenen Schülerzahl zusammen. Zudem gibt es im Bereich einzelner Regionalschulämter eine unterschiedliche Entwicklung.

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