Hessen Schulen sollen auf Noten verzichten dürfen

In vielen hessischen Zeugnissen könnten künftig schriftliche Bewertungen statt Noten stehen.

(Foto: picture alliance / dpa)
  • Die hessische Landesregierung plant, Schulen künftig die Wahl zu lassen, ob sie ihren Schülern Noten oder schriftliche Bewertungen ausstellen.
  • Die Grünen hatten in ihrem Wahlprogramm schriftliche Bewertungen gefordert. Nun hat die schwarz-grüne Regierung eine entsprechende Absichtserklärung verfasst.
  • Nur beim Abschluss oder einem Schulwechsel müssten demnach weiter klassische Noten vergeben werden.

Viele Schulen in Hessen sollen künftig selbst entscheiden dürfen, ob sie ihren Schülern Noten oder schriftliche Bewertungen ausstellen. Die schwarz-grüne Landesregierung habe dazu eine Absichtserklärung verfasst, sagte ein Sprecher des hessischen Kultusministeriums der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Die Grünen hatten in ihrem Wahlprogramm schriftliche Bewertungen gefordert. In der CDU gibt es aber wohl große Vorbehalte.

Im schwarz-grünen Koalitionsvertrag heißt es, Schulen sollten "pädagogisch neue Wege" gehen können. Dazu gehörten "Rückmeldungen über den Lernfortschritt und den Leistungsstand der Schülerinnen und Schüler in Form einer schriftlichen Bewertung". Nur beim Abschluss oder einem Schulwechsel müssen demnach klassische Noten vergeben werden.

Der Ministeriumssprecher sagte, die Reform sei vor allem für Gesamtschulen gedacht. Der Koalitionsvertrag sieht jedoch keine Einschränkung vor. Auch Grundschulen und Gymnasien könnten grundsätzlich Noten durch schriftliche Bewertungen ersetzen. Bis zu 150 hessische Schulen sollen die Regelung innerhalb der aktuellen Legislaturperiode umsetzen dürfen.

Die Schulen sollen zudem weitere Freiheiten erhalten, beispielsweise bei der Ausgestaltung von Lehrplänen. Schulen sollen mehr fächerübergreifenden Unterricht anbieten und ihre Schüler stärker in die Gestaltung des Unterrichts einbinden können.

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