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Schule:"Mein Smartphone ist mein bester Freund"

Female student in classroom cheating during an exam model released Symbolfoto property released PUBL

Erst mal checken, was passiert ist: Jugendliche schauen Dutzende Mal am Tag auf ihr Telefon.

(Foto: imago/Westend61)

Schüler lieben Handys, doch sie stören den Unterricht. Also verbannen immer mehr Länder sie aus den Klassenzimmern. Aber funktioniert das? Besuch in einer Schule ohne Handys.

Freitagmorgen um 7.15 Uhr an der "Brooklyn School of Math and Research", kurz "Bsmart". Die Sicherheitskräfte bereiten Körper-Scanner vor, wie man sie vom Flughafen kennt. Die ersten Schüler erscheinen, leger gekleidet, weil sie freitags keine Schuluniform tragen müssen. Tief sitzende Hosen über offenen Turnschuhen, lange T-Shirts. Sie ziehen ihr Smartphone raus, stellen es leise oder machen es aus, bevor sie es Cris Negroni geben. Cris Negroni ist der "Community Manager", eine Art Hausmeister und Sozialarbeiter in einem. Er steckt die Handys in einen Beutel, verschließt ihn und notiert sich die Beutel-Nummer. Dann gibt Negroni den Beutel an den Schüler zurück und wünscht einen schönen Tag. Das geht so bis kurz nach acht, bis der Unterricht beginnt. Und es geht so seit Februar, als sich die Bsmart zu diesem Schritt entschlossen hat.

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