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Schule im Ausland, Studium in Deutschland:Von Frankreich bis Neuseeland

Trotzdem: Angesichts der zunehmenden internationalen Verflechtung liebäugeln viele deutsche Eltern mit dem Gedanken, ihr Kind in ein Internat in der Schweiz, nach England, in die USA oder ein anderes Land zu schicken. Manche bleiben dort nur ein, zwei Jahre, andere bis zum Ende der Schulzeit und kehren danach zum Studium nach Deutschland zurück. Hier bekommen sie es als Erstes mit der Bürokratie zu tun. Denn um sich an einer deutschen Hochschule bewerben zu können, brauchen die Absolventen eine gültige Hochschulzugangsberechtigung.

Mit dem Abiturzeugnis, der österreichischen und der Schweizer Matura dem anerkannten Maturitätsausweis aus der Schweiz sowie dem französischen Diplôme du Baccalauréat Général halten sie die in den Händen. Doch die britischen A-Levels und selbst das eigens für die Globalisierung geschaffene International Baccalaureate öffnen nicht die Türen für jedes Studienfach. "Das International Baccalaureate berechtigt in Deutschland nicht automatisch zum Hochschulstudium. Damit es als gleichwertig mit dem Abitur eingestuft wird, muss man in den Prüfungsfächern Deutsch, Mathematik und Naturwissenschaften überdurchschnittliche Leistungsstandards erfüllen", erklärt Anne-Cläre Gurlitt. Um böse Überraschungen zu vermeiden, sollten sich Eltern und Schüler genau erkundigen, welcher Abschluss vom ausländischen Internat vergeben wird. Sie sollten in Erfahrung bringen, ob und gegebenenfalls unter welchen Auflagen dieser zum Studium in Deutschland berechtigt.

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Frankreich, Österreich

Das in Frankreich vergebene Diplôme du Baccalauréat Général und die österreichische Matura sind der Allgemeinen Hochschulreife in Deutschland gleichgestellt. Beide Abschlüsse berechtigen zur Bewerbung an jeder deutschen Hochschule und Universität.

USA, Australien, Neuseeland

Die zehnjährige High School schließt mit dem High School Diploma (HSD) ab. Um in Deutschland anerkannt zu werden, muss das HSD von einem akkreditierten Bildungsanbieter stammen. Das ist das oberste Kriterium, an dem Eltern die Wahl einer Internatsschule auf der anderen Seite der Welt ausrichten sollten. Außerdem muss der Unterricht ein bestimmtes Profil und einen Mindestumfang der Fächerbelegung aufweisen; das hierzulande geforderte Leistungsniveau darf nicht unterschritten werden. In den USA gibt es spezielle Tests, in denen Schulabgänger ihre intellektuellen Fähigkeiten unter Beweis stellen. Manche deutsche Hochschulen verlangen diesen Nachweis. Sie können aber auch auf eine aufwendige Anerkennungsprüfung verzichten, wenn der High-School-Absolvent wenigstens zwei Jahre lang an einem akkreditierten College oder an einer University mit nachgewiesenem Erfolg studiert hat. Sie entscheiden auch, für welches Studiensemester er zugelassen wird.

Vereinigtes Königreich/Großbritannien

In England kennt man nur die fachgebundene Hochschulreife. Mit dem "General Certificate of Education", Advanced Level oder Advanced Subsidiary Level, den sogenannten A-Levels, ist die Bewerbung an deutschen Hochschulen im Rahmen der Fachbindung möglich. Falls die Prüfungsleistungen zum Zeitpunkt der Bewerbung noch nicht vorliegen, ist die Zulassung zum Studium vorläufig. Die Zeugnisse müssen bis zum Beginn des zweiten Studiensemesters nachgereicht werden.

Schweiz

Zum Studium in Deutschland berechtigen das Maturitätszeugnis einer in der Schweiz anerkannten Schule sowie das Reifezeugnis der Eidgenössischen Maturitätskommission. Mit einem kantonalen Maturitätszeugnis ohne eidgenössische Anerkennung sind die Zulassungsbedingungen nicht erfüllt.

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