Schulen und Corona:Hybrides Lernen

Blick in die siebte Klasse des Stiftischen Gymnasiums Gütersloh

Technisch gut versorgt ist das ESG schon lange, jetzt führte die Schule einen digital unterstützten Projektunterricht ein - der auch zu Hause stattfindet.

(Foto: Oliver Rachner)

Zurück zum Regelunterricht? Bloß nicht, finden Schüler und Lehrer eines Gymnasiums in Gütersloh. Über Lern-Revolutionen, die erst die Krise ermöglicht.

Von Christian Füller

In der neunten Klasse von Herrn Haverkamp herrscht Aufregung. Die Schüler sitzen zur einen Hälfte im Kunstraum im dritten Stock des Gymnasiums. Die andere Hälfte ist von zu Hause per Videokonferenz zugeschaltet. Vom Bildschirm flimmert ein kurzer Film mit dem Titel: "Vertrautes verlassen, Neues wagen." Hendrik Haverkamp, Leiter für digitale Entwicklung der Schule, und seine Kollegen stellen gerade vor, wie die Klasse ab sofort arbeiten wird: hybrid und in großen Projekten. Das bedeutet, die Schüler lernen teils in der Schule und teils zu Hause. "Ich kann mir daheim die Aufgaben selber einteilen und konzentrierter arbeiten als in der Schule", beschreibt Schülerin Nele die Vorteile. Sie findet, "dass die Struktur des Unterrichts vor Corona sehr veraltet war". Kurz: Das Evangelische Stiftische Gymnasium in Gütersloh (ESG) plant eine Revolution.

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