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Nähe zwischen Schülern und Lehrern:Gerüchte sind schwer einzufangen

Wie geht man als Lehrer damit um, wenn Schülerinnen oder, der seltenere Fall, Schüler Grenzen überschreiten? Die größte Furcht vieler männlicher Lehrer ist es, zu Unrecht der sexuellen Belästigung beschuldigt zu werden. Sicher, häufig gründet diese Angst auf irgendwelchen überlieferten Geschichten. Ich selbst habe einen derartigen Fall noch nicht miterlebt. Aber eines steht fest: Gerüchte sind an einer Schule schnell in der Welt, aber umso schwerer wieder einzufangen.

Lehrer "Referendare sind nicht zu beneiden"
Buch über angehende Lehrer

"Referendare sind nicht zu beneiden"

Lehrer ergreifen ihren Beruf vor allem wegen des Beamten-Status und der vielen Ferien? Der Journalist Thorsten Wiese hat Referendare gefragt, was sie zum Studium bewogen hat - und wovor sie sich am meisten fürchten.   Von Johanna Bruckner

Auch den umgekehrten Fall hört man immer wieder: Lehrer/in verliebt sich in Schüler/in. Selbst wenn solche Paare nach Jahren angeblich glücklich verheiratet sind, bleibt doch immer ein fader Beigeschmack.

Im Studium ist das Thema (zu große) Nähe zu Schülern kein Thema. Klar, dass intime Beziehungen zu Schülern ein Tabu sind, muss nicht extra gesagt werden - aber wie soll sich Herr Mayer verhalten? Abstand halten ist in der Theorie wohl die naheliegendste Handlungsalternative, allerdings nicht immer einfach umzusetzen. Denn was, wenn eine der betreffenden Schülerinnen plötzlich große Probleme zu Hause bekommt, die Noten abfallen? Natürlich bespricht sich so was am besten mit dem Lehrer des Vertrauens - der wiederum ernsthafte Sorgen nicht einfach abwiegeln kann und will.

Konfrontation mit der Nebenbuhlerin

Herr Mayer holt zu solchen Gesprächen mittlerweile immer eine Kollegin dazu. Und er betont gegenüber Nadine und Klara gerne und oft, dass er glücklich verheiratet sei. Seit dem letzten Wandertag hat sich die Situation merklich entspannt - da haben Nadine und Klara Frau Mayer dann auch persönlich kennengelernt. Dem Hörensagen nach war man sich nicht sympathisch.

Nur gestern hatte ich ein Déjà-vu. Da standen Nadine und Klara mit einem Strauß roter Rosen vor dem Lehrerzimmer: "Ist Frau Huber da? Wir wollen ihr was geben - weil sie unsere allerliebste Lehrerin ist!"

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