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Nach dem Bachelor:Was der ideale Bewerber anders macht

Stattdessen sollten Bewerber auf die jeweilige Hochschule und die Anforderungen für den Studiengang gezielt eingehen. Auf der Website oder in Infoflyern finden sie Hinweise, worauf Wert gelegt wird, wenn nicht ohnehin Auswahlkriterien formuliert werden. Insbesondere im Motivationsschreiben und im Lebenslauf gilt es, dem Adressaten klar zu machen, dass die eigenen Qualifikationen und Leistungen mit den Anforderungen des Studiengangs und späteren beruflichen Zielen harmonieren. Weitere Hinweise zum Thema Lebenslauf finden Sie hier.

Anders als bei Bewerbungen für einen Job oder für ein Stipendium ist dabei das soziale Engagement oder Berufserfahrung von geringerer Bedeutung - hier geht es in erster Linie darum, was Bewerber bisher an der Hochschule geleistet haben - also besondere Projekte, Forschungsarbeiten oder fachliche Schwerpunkte - und noch zu leisten imstande sind - also Ziele und eine glaubwürdige Begründung, warum gerade diese Hochschule und das jeweilige Masterprogramm richtig dafür sind.

Im Motivationsschreiben sollten sich Studenten auf die Erfahrungen beziehen, die sie im Bachelor gemacht haben, und auf die ersten Berufserfahrungen in zusätzlich absolvierten Praktika, sagt Verse-Herrmann. "Man sollte außerdem darlegen, warum man gerade in diesem Studiengang an dieser Hochschule studieren möchte und warum er der ideale Studiengang für die eigenen Zukunftsvorstellungen ist." Der ideale Bewerber habe nicht nur gute Noten und klare Berufsziele, sondern sei außerdem hochmotiviert und könne sich keinen anderen Studiengang vorstellen - im Motivationsschreiben gelte es nun, diesem Ideal möglichst nahe zukommen. Weitere Hinweise zum Thema Motivationsschreiben finden Sie hier.

Auswahlverfahren gewinnen an Bedeutung

Teils werden auch Gutachten oder Empfehlungsschreiben eines Hochschullehrers verlangt. Am besten wählen Studenten dazu einen innerhalb des Fachbereichs möglichst angesehenen Professor aus, der sie bereits persönlich kennt. Ein Lebenslauf und Zeugnisse helfen ihm bei der Erstellung des Gutachtens, das Auskunft über die akademische Leistungsfähigkeit und die Eignung für das angestrebte Masterprogram geben sollte - anders als etwa bei Gutachten für Stipendienbewerbungen spielen soziales Engagement und Persönlichkeit des Bewerber hier eine nachgeordnete Rolle. Weitere Hinweise zum Thema Gutachten und Empfehlungsschreiben finden Sie hier.

Auswahlverfahren, die über die schriftliche Bewerbung hinausgehen, sind nicht die Regel, aber immer mehr Hochschulen machen sich die Mühe, die Kandidaten in Vorstellungsgesprächen oder Aufnahmeprüfungen auch persönlich in Augenschein zu nehmen. Ob im persönlichen Gespräch mit einem Professor oder vor einer Jury - im Mittelpunkt stehen dabei der Bewerber, sein Lebenslauf und seine akademischen Schwerpunkte, Fähigkeiten und Ziele und wie diese zum angestrebten Masterstudiengang passen.

Das Auswahlgespräch ist keine Prüfung, in der ausschließlich Fachwissen abgefragt wird. Selbst wenn ein Motivationsschreiben nicht verlangt wird, rät Mateus daher dazu, eines zu verfassen: "Man sollte mit Blick auf das Auswahlgespräch einmal schriftlich für sich festhalten: Was bringe ich mit und warum will ich das machen. Das nicht ausreichend begründen zu können, ist ein K.o.-Kriterium." Weitere Hinweise zum Thema Auswahlverfahren finden Sie hier.