bedeckt München
vgwortpixel

Umzug:Die letzten drei Wochen: Kisten packen, Schlüssel abholen, Helfer finden

Noch drei Wochen

Kartons packen. Wörle rät: "Man sollte sich immer fragen: Was will ich mitnehmen, und was will ich loswerden?" Wichtig ist, geschickt zu packen. Eine Kiste voll mit Büchern lässt so manchen Umzugshelfer verzweifeln. Hier gilt: Gewicht gleichmäßig verteilen, sodass die Kartons nicht reißen. Zudem sollten die Griffmulden frei bleiben. Beim ersten Umzug kommen meistens noch ein paar neue Möbel hinzu. Wörle empfiehlt den Kauf nicht am Umzugstag. "Oft müssen einige Möbel erst noch geliefert werden."

Zwei Wochen

Wer mit mehreren Autos oder einem Kleintransporter umzieht, kann bei den Stadtverwaltungen gegen eine Gebühr eine Parkzone beantragen. Ein Flatterband mit Infozetteln reicht in vielen Städten nicht mehr aus, wie Wörle weiß: "Mindestens 48 Stunden vorher müssen die Schilder aufgestellt werden."

Eine Woche

In dieser Woche sollte die Schlüsselübergabe stattfinden, mit Übergabeprotokoll. "Am besten hat man noch einen weiteren Zeugen dabei", empfiehlt Becher. Kratzer im Boden, abgesplittertes Holz, Macken im Waschbecken und Türen sind häufige Mängel. Zusätzlich sollte man diese mit der Kamera festhalten. Im Protokoll sollten auch die Zählerstände von Wasser und Strom notiert werden. Außerdem empfiehlt Becher, Mängel im Treppenhaus zu fotografieren: "So kann man später beweisen, dass diese nicht vom Umzug kommen."

In den Tagen vor dem Umzug meldet man den Beitragsservice des öffentlich-rechtlichen Rundfunks an (ehemals GEZ). Gesetzlich ist man dazu verpflichtet, dies beim Einzug zu machen. "Das Prinzip lautet: Eine Wohnung, ein Beitrag", sagt Winkelmann. Für Studenten gibt es davon zwei Ausnahmen - wenn sie Bafög oder Berufsausbildungsbeihilfe beziehen.

Studium Wohnen in der Blase Bilder
Studium

Wohnen in der Blase

Die Miete hoch, das Bafög knapp. Viele Studenten finden keine bezahlbare Wohnung. Bochumer Architekturstudierende haben da eine Idee.

Der Umzugstag

Der Umzug sollte zu humanen Zeiten stattfinden. "Wenn man sonntags oder nach 20.00 Uhr umzieht, ist der Ärger vorprogrammiert", sagt Wörle. Ist es nicht anders möglich, empfiehlt Becher, die Nachbarn frühzeitig zu informieren. Heute besonders wichtig: Die Helfer sollten nicht zu kurz kommen. Eine gute Verpflegung hält das Team bei Laune. "Genügend Getränke, Kaffee, frisch gebackener Kuchen und eine Pizzabestellung kommen immer gut an", sagt Wörle.

Die Wochen danach

Jetzt muss man sich nur noch anmelden. Laut Bundesmeldegesetz muss das innerhalb der ersten 14 Tage bei der neuen Meldebehörde geschehen, "sonst kommt die erste Mahnung, oder man muss ein Bußgeld zahlen", sagt Becher. Übrigens muss man sich nur in speziellen Fällen bei der Behörde am alten Wohnort abmelden, etwa wenn man für das Studium ins Ausland zieht.

Studium Warum sollten Studenten überall billig wohnen dürfen?

Studium

Warum sollten Studenten überall billig wohnen dürfen?

Ja, Studentenwohnungen kosten derzeit mehr als früher. Trotzdem sollte sich der Staat zuerst um ein drängenderes Problem im Bildungssystem kümmern.   Kommentar von Benedikt Müller