Am Dienstagvormittag schien die Berliner Humboldt-Universität auf ganz altmodische Art wieder ein öffentlicher Ort zu sein. Vor den Türen im Innenhof des Hauptgebäudes standen Berlinerinnen, diskutierten Zeitungsartikel; Studenten gaben Interviews; Journalisten suchten Plätze. Im schlecht gelüfteten Kinosaal sprach der Politologe Herfried Münkler zwecks Einführung in politische Theorien über "Souveränität und Infrastruktur der Macht".
Studium:Berliner Professor per Watchblog überwacht
- Der Berliner Politologe und Hochschullehrer Herfried Münkler wird in einem Watchblog heftig angegriffen. "Rassismus, Sexismus, Militarismus?", fragt die Webseite bezüglich Münklers Vorlesung.
- Münkler versteht die Attacken als "asymmetrische Kampfführung" und vermutet Trotzkisten hinter den Bloggern.
- Bei genauerer Betrachtung sind die Kommentare auf "Münkler-Watch" arm an Gedanken und voller Stereotypen.
Von Jens Bisky, Berlin
SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Familie
Wenn nichts mehr hilft
Literatur
"Alles, was Wolfgang gemacht hat, hat er sehr radikal gemacht"
Hauptbahnhof Stuttgart
Überirdisch schön
Gesundheit
»Das Herpesvirus CMV ist die häufigste infektiöse Ursache für Fehlbildungen bei Kindern«
Zeckenplage
"Man muss überall mit dem FSME-Virus rechnen"