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Kindergärten - Gera:Arbeitsverbot für Kindergärtnerinnen: Mehr Gerichtstermine

Gera/Nimritz (dpa/th) - Im Verfahren wegen des Tätigkeitsverbots für zwei Kindergärtnerinnen in Nimritz (Saale-Orla-Kreis) geht das Verwaltungsgericht Gera von einer Entscheidung nicht vor Ende Oktober aus. Bis dahin seien noch Verhandlungstermine geplant, sagte ein Gerichtssprecher am Dienstag. Das Thüringer Bildungsministerium hatte den in dem Kindergarten im Ort beschäftigten Frauen wegen ihres Verhaltens vor gut vier Monaten den Umgang mit Kindern untersagt. Sie sollen grob mit Kindern umgegangen sein, sie angeschrien und bloßgestellt haben. Die beiden Frauen setzen sich dagegen mit einer Klage gegen das Ministerium zur Wehr, verhandelt wird seit Ende August.

Am Dienstag wurden die Frauen als Zeuginnen gehört, auch weitere Kindergärtnerinnen waren als Zeugen geladen. Die Verhandlung zog sich bis in die frühen Abendstunden hin. Die Vorwürfe gegen die Frauen waren im April bekannt geworden. Das Ministerium hatte dazu erklärt, die Vorwürfe hätten sich bei einer Prüfung durch das Ministerium "verfestigt und als glaubwürdig erwiesen". Es sei "zwingend" davon auszugehen, dass eine weitere Beschäftigung der beiden Personen das Kindeswohl gefährde.

Wegen des Tätigkeitsverbots hatten sich unter anderem Eltern und Gemeinderäte aus dem Ort mit den Betroffenen solidarisch erklärt.