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Hochschulen:Studierendenvertretung beklagt Wohnungsmarkt in Frankfurt

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Studentenvertreter in Frankfurt haben mit Hinweis auf einen "prekären" Immobilienmarkt in der Mainmetropole günstigeren Wohnraum gefordert. Der Markt sei bei einer Leerstandsquote von unter 0,5 Prozent so gut wie leer gefegt, erklärten die Vertreter des Allgemeinen Studierenden-Ausschuss (AStA) am Mittwoch. "Vor diesem Hintergrund erscheint es umso dramatischer, dass vorhandene Landesflächen nicht für die Bebauung mit günstigem Wohnraum gesichert werden", sagte AStA-Vorsitzende Kyra Beninga. Die hohen Mieten verschärften zudem die Wohnungsnot für die Studenten. Laut AStA liegt die durchschnittliche Warmmiete für einen Quadratmeter in Frankfurt bei 18,74 Euro.

Als Zeichen gegen die Wohnungsnot und um einigen Studenten für kurze Zeit eine Unterkunft zu bieten, hat der AStA in dieser Woche 29 Studenten in drei Schlafsälen Unterschlupf gewährt. Die Aktion finde seit 2011 statt und werde "langsam schon zur traurigen Tradition", sagte Beninga.

Mehr als jeder dritte Frankfurter Studierende (37,2 Prozent) wohnt laut AStA noch bei seinen Eltern. Der Bundesdurchschnitt liege bei 24,5 Prozent. Auch das Angebot öffentlich geförderter Wohnheimplätze sei zu gering, hieß es. Nur etwa sieben Prozent der Studenten im Rhein-Mein-Gebiet hätten einen Wohnheimplatz. Deutschlandweit bekämen immerhin zehn Prozent der Studenten eine solche Unterkunft, erklärte Beninga.