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Hochschulen - Rostock:Studieren wird teurer: Linke fordert mehr Geld vom Land

Schwerin (dpa/mv) - Die Linksfraktion fordert mehr Geld vom Land für die Studierendenwerke in MV. Hintergrund ist die zweite Erhöhung des Semesterbeitrags für Studenten an der Uni Rostock innerhalb eines Jahres auf künftig 71 Euro, erklärte der hochschulpolitische Sprecher der Linken, Karsten Kolbe, am Montag. Die Erhöhung war nach Angaben des Studierendenwerks wegen gestiegener Personalkosten durch den jüngsten Tarifabschluss nötig geworden. Zwar unterstütze das Land das Studierendenwerk seit 2017 mit einem jährlich wachsenden Betrag, doch die Summe reiche nicht aus, sagte Geschäftsführer Kai Hörig.

"Wir stehen mit dem Rücken zur Wand", sagte Hörig. Mit der Erhöhung des Beitrags habe man lediglich Zeit gewonnen, um die Leistungen für die Studierenden nicht zurückfahren zu müssen. Spätestens ab dem Semester 2021/22 müsse das Land stärker einsteigen und 200 000 Euro pro Jahr mehr zahlen. Bislang beteiligt sich das Land seinen Angaben zufolge mit 16,9 Prozent am Studierendenwerk, 25,3 Prozent zahlen die Studenten selbst und der Rest werde über Umsätze erwirtschaftet. "Es geht nicht ohne Landesbeteiligung, auf lange Sicht", sagte Hörig. Kolbe kündigte an, in den anstehenden Haushaltsverhandlungen auf mehr Geld für die Studentenwerke drängen zu wollen.

Das Rostocker Studierendenwerk betreibt die Mensen und Wohnheime und bietet Beratungen an. Insgesamt beträgt der Beitrag im laufenden Semester 185 Euro.