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Hochschulen - Hannover:Regelstudienzeit in Niedersachsen wird verlängert

Ausbildung
Studenten sitzen bei einer Begrüßungsveranstaltung für Erstsemester einer Universität. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

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Hannover (dpa/lni) - Die Regelstudienzeit in Niedersachsen wird bis zu einer Rückkehr in den Hochschul-Regelbetrieb um ein Semester verlängert. Das hat der Landtag am Donnerstag in Hannover beschlossen. Dadurch ist es unter anderem möglich, dass Bafög-Zahlungen entsprechend länger fließen und Langzeitstudiengebühren später fällig werden. Der Beschluss sei ein wichtiges Signal zur Entlastung der Studierenden in Niedersachsen, hieß es. Die Regelung greift auch für Studenten, die erst im Herbst gestartet sind oder die zum Sommersemester 2021 ihr Studium beginnen.

Studenten hätten unter der Corona-Pandemie zu leiden, weil die Lehre fast komplett digital laufe und viele junge Leute ihre Nebenjobs verloren hätten, sagte die SPD-Abgeordnete Silke Lesemann. "Einsame Sitzungen vor Bildschirmen statt Diskussionen im Hörsaal belasten ebenso wie Geld- und Zukunftssorgen."

Ein Bündnis aus Studentenvertretern und Jugendorganisationen hatte zuvor monatelang für eine Ausweitung der Regelstudienzeit in der Corona-Krise geworben. Eine Verlängerung um ein einziges Semester reiche aber nicht aus, teilte das Solidarsemesterbündnis mit. Die Studenten dürften für eine längere Studienzeit unter Corona-Bedingungen nicht finanziell bestraft werden.

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