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Glossar zu weiterführenden Schulen:Von Aufnahmeprüfung bis Wirtschaftsschule

Wie läuft der Probeunterricht fürs Gymnasium ab? Welche Laufbahn eröffnet eine Internationale Schule? Ist Ganztagsschule gleich Ganztagsschule? Die wichtigsten Begriffe zu weiterführenden Schulen in München.

Aufnahmeprüfung (Probeunterricht)

Viertklässler, die die Aufnahmebedingungen am Gymnasium oder der Realschule noch nicht erfüllen, können unter bestimmten Voraussetzungen eine Aufnahmeprüfung ablegen. Für den Übertritt aufs Gymnasium ist ein Probeunterricht ab einem Notendurchschnitt von 2,66 möglich, beim Wechsel auf eine Realschule ab einem Schnitt von 3,0. Der Probeunterricht dauert drei Tage und besteht aus Unterricht und schriftlichen Arbeiten in den Fächern Deutsch und Mathematik. Die Prüfungsaufgaben sind bayernweit die gleichen und orientieren sich inhaltlich am Gesamtstoff der vorhergehenden Jahrgangsstufe. Beispielaufgaben aus den vergangenen Jahren finden Sie hier.

Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule

Den erfolgreichen Abschluss der Mittelschule erhält, wer die neunte Klasse der Mittelschule bestanden hat; dafür muss im Jahreszeugnis ein Notenschnitt (ohne die Sportnote) von 4,0 oder besser stehen. Schülerinnen und Schüler in einer Praxisklasse können den erfolgreichen Abschluss der Mittelschule durch eine praktische Abschlussprüfung erwerben. Der Mittelschulabschluss entspricht dem früheren Hauptschulabschluss.

Förderschule

Förderzentren und Förderschulen stehen für Kinder und Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf zur Verfügung. Es gibt sie für alle Schularten und für körperlich, geistig oder lernbehinderte Menschen. Förderschulen unterrichten, erziehen und beraten Kinder und Jugendliche, die an allgemeinen oder beruflichen Schulen nicht ausreichend gefördert werden können. Außerdem unterstützen die Förderzentren die allgemeinen Schulen bei der Inklusion von Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf.

Ganztagsschule

Ganztagsschulen in Bayern haben über den Vormittagsunterricht hinaus an mindestens vier Tagen in der Woche ein ganztägiges Angebot. Dazu gehört neben Unterricht und Projektarbeit auch ein Mittagessen. Man unterscheidet zwischen Offenen Ganztagsschulen und Rhythmisierten Ganztagsschulen.

Gesamtschule

Gesamtschulen vereinen in den Jahrgangsstufen 5 bis 10 Gymnasium, Realschule und Mittelschule. Sie können dementsprechend folgende Abschlüsse verleihen: Mittelschulabschluss, Realschulabschluss sowie Oberstufenreife. Häufig gibt es in den niedrigeren Jahrgangsstufen integrierte Klassen, in denen alle Schüler unabhängig von ihrer späteren Schulart zusammen unterrichtet werden. So wird die Entscheidung über die Schullaufbahn des Kindes bis zur achten Jahrgangsstufe offen gehalten.

Gymnasium

Am Gymnasium soll den Schülerinnen und Schülern in den Jahrgangsstufen 5 bis 12 eine vertiefte Allgemeinbildung vermittelt werden, die Voraussetzung für ein Hochschulstudium ist. Gleichzeitig sollen die späteren Abiturienten aber auch auf eine berufliche Ausbildung außerhalb der Hochschule vorbereitet werden. Der Fächerkanon ist relativ breit, es gibt allerdings Varianten des Gymnasiums, in denen jeweils unterschiedliche Bereiche im Vordergrund stehen. Dazu gehören das Sprachliche und Humanistische Gymnasium, das Naturwissenschaftlich-Technologische, das Musische sowie das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Gymnasium.

Hochschulreife

Hier unterscheidet man zwischen Fachhochschulreife, fachgebundener Hochschulreife und der Allgemeinen Hochschulreife. Während die Fachhochschulreife den Zugang zu allen Studiengängen an der Fachhochschule und zur Ausbildung an einer Fachakademie eröffnet, berechtigt die fachgebundene Hochschulreife neben dem Studium an Fachhochschulen auch für bestimmte Studiengänge an Universitäten. Die allgemeine Hochschulreife, das Abitur, kann an Gymnasium, Abendgymnasium, Fachoberschule (FOS) oder Berufsoberschule (BOS) erworben werden und eröffnet zusätzlich den Weg an die Universität.