bedeckt München 15°
vgwortpixel

Schule:Chancenlos

Vor der Klasse: Verblüffendes und ein Stift helfen beim Referat

Bildung wird gern als Allheilmittel gesehen. Doch die Folgen der Bildungsexpansion sind mitunter paradox, wie der Soziologe Aladin El-Mafaalani schreibt.

(Foto: dpa-tmn)

Bildung und gleiche Chancen für alle? Das klingt gut. Doch der Soziologe Aladin El-Mafaalani sagt, dass Bildung die Gesellschaft spalten, der Umwelt schaden und ganze Stadtviertel veröden kann. Über ein Paradox.

Es raunt im Saal. Nein, diese Antwort hat das Publikum im Gloria-Theater zu Köln nicht erwartet. Robert Habeck, Co-Chef der Grünen, der sich an diesem Abend als Moderator verdingt, hatte sich soeben auf der Bühne in einen der beiden rot-goldenen Polstersessel gefläzt und sein Gegenüber vorgestellt: Aladin El-Mafaalani, "einer der schlausten Soziologen". Man kennt sich, man duzt sich - und zum Einstieg fragt der Politiker den Professor für Erziehungswissenschaft der Uni Osnabrück, welche Note er dem deutschen Bildungssystem ausstellen würde. El-Mafaalani grinst, zögert - und provoziert: "Im globalen Maßstab eine Zwei plus."

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Teaser image
Netflix-Serie "Unorthodox"
Die Befreiung
Teaser image
Digitale Privatsphäre
Wie wir uns verraten
Teaser image
Coronavirus
Krankheit Angst
Teaser image
Nationalsozialismus
Die letzte Nummer
Teaser image
Juli Zeh zur Corona-Krise
"Die Bestrafungstaktik ist bedenklich"
Zur SZ-Startseite