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Bildung - Wiesbaden:Hohe Bildungsgänge in Niedersachsen wenig gefragt

Hannover (dpa/lni) - In Niedersachsen beginnen deutlich weniger Menschen hochqualifizierende Bildungsgänge als im nationalen und internationalen Durchschnitt. Zu diesem Ergebnis kommt ein Bericht der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder, der am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde. Deutschlandweit ist die Anfängerquote demnach nur in Schleswig-Holstein noch niedriger als zwischen Harz und Nordsee.

Die Statistikämter erklärten dies damit, dass viele junge Menschen für ein Studium in die Stadtstaaten Hamburg und Bremen gingen. Bremen hat national nach Berlin die zweithöchste Anfängerquote in hochqualifizierenden Bildungsgängen. Dazu zählt ein Studium, aber auch die Meister-, Techniker- oder Erzieherausbildung gehören dazu.

In Niedersachsen strebte 2017 nicht einmal jeder Zweite des sogenannten Bevölkerungsjahrgangs einen hohen Abschluss an (43,9 Prozent). In Bremen lag der Anteil bei 82,3 Prozent. Der Bundesschnitt lag bei 60 Prozent, der Schnitt in den Staaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) bei 65 Prozent. Auffällig: In allen Bundesländern nahmen mehr Menschen einen hohen Bildungsgang auf als noch im Jahr 2006.

Einen hohen Bildungsstand bereits erreicht hatte 2018 unter den 25- bis 64-Jährigen in Niedersachsen etwa jeder Vierte (24,9 Prozent). Das bedeutet im bundesweiten Vergleich den viertletzten Platz. Bremen schnitt etwas besser ab: Dort waren 28,4 Prozent der Altersgruppe hochqualifiziert.