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Bildung - Kiel:SPD: Tablet-PC für Schüler weiter nur "Zukunftsmusik"

Ausbildung
Schüler lernen mit Tablets im Unterricht. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

Kiel (dpa/lno) - Der SPD-Bildungspolitiker Martin Habersaat hat ein höheres Tempo bei der Digitalisierung des Schulunterrichts angemahnt. Vor knapp zwei Jahren hatte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) angekündigt, Schleswig-Holsteins Schüler innerhalb von drei bis fünf Jahren mit Tablet-PC oder Notebooks auszustatten. "Die Hälfte der Zeit ist verstrichen, große Fortschritte sind nicht zu verzeichnen", sagte Habersaat der Deutschen Presse-Agentur. Nach dem Beschluss des Haushalts 2020 stehe fest, "dass seine Ankündigung auch nach Ablauf von drei Jahren Zukunftsmusik bleiben wird".

Nach aktuellem Stand steht nicht einmal für jeden zehnten der rund 380 000 Schüler ein mobiler Computer bereit. Laut Bildungsministerium verfügen die Schulen derzeit über 30 000 mobile Endgeräte in Form vom Tablet-PC oder Notebooks. Im aktuellen Haushalt sind keine Mittel für den Kauf von entsprechenden Geräten eingeplant. Sie können auf Antrag der Schulträger aber im Rahmen des Digitalpakts gefördert werden. Bislang wurden aus den Mitteln des Digitalpakts aber noch keine Tablet-PC/Notebooks für Schüler beschafft.

Bildungsministerin Karin Prien (CDU) sagte der dpa, "die Schülerinnen und Schüler arbeiten im Schulunterricht 2020 längst mit mehr als Stiften, dem College-Block und Büchern". Nicht nur an den digitalen Modellschulen gehöre das Tablet als zusätzliches Arbeitsgerät dazu. "Dass setzt immer ein pädagogisches sinnvolles Konzept zum "Lernen mit digitalen Medien" voraus. Das ist der Weg, um die Jugendlichen auf eine immer digitaler werdende Zukunft vorzubereiten."

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