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Bildung - Kiel:Mehr als 3800 Schüler holen Stoff im "Lernsommer" nach

Ausbildung
Ein Schüler der sechsten Klasse meldet sich im Unterricht. Foto: Armin Weigel/dpa/Symbolbild (Foto: dpa)

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Kiel (dpa/lno) - Lernlücken in den Kernfächern Deutsch, Mathe und Englisch können Schüler in Schleswig-Holstein noch bis Ende der Sommerferien im Rahmen des Lernsommers an den Schulen schließen. "Der erste Eindruck nach zwei Wochen Lernsommer an den Schulen ist, dass dies gelingt", sagte Bildungsministerin Karin Prien (CDU) am Montag. Engagierte Lehrkräfte an den Schulen arbeiteten in kleinen Gruppen mit den Schülern. Auch die Kinder und Jugendlichen seien hoch motiviert, wie Schulleitungen meldeten. Andere sagten: "Wer hier ist, will etwas lernen." Zuvor hatte NDR 1 Welle Nord darüber berichtet.

Nach Angaben des Bildungsministeriums nehmen 3823 Schüler an 145 Schulen am Lernsommer teil. 479 Lehrer unterrichten sie. Noch im Juni war das Ministerium von bis zu 4500 Schülern ausgegangen, die durch die wochenlangen Schulschließungen in der Corona-Krise entstandene Lernlücken füllen wollen. Insgesamt gibt es knapp 800 allgemeinbildende Schulen im Land.

Ein oder zwei Wochen in den Sommerferien sollen benachteiligte Schüler gefördert werden. Die Schulen entscheiden weitgehend, wie das Programm bei ihnen genau aussieht. Möglich sind mehrere Stunden pro Tag oder auch drei Tage Unterricht und zwei Tage mit anderem Programm. Das Land hat dafür fünf Millionen Euro bereitgestellt. Teilnehmende Schulen erhalten zusätzliches Budget, um externe Angebote von kultureller Bildung oder sportliche Aktivitäten anbieten zu können.

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