Bildung:In NRW enden die Sommerferien - Sorge vor Lehrermangel

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Bildung
NRW-Schulministerin Dorothee Feller in der Städtischen Gesamtschule Globus in Duisburg. Foto: Roberto Pfeil/dpa (Foto: dpa)

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Düsseldorf (dpa) - Für rund 2,5 Millionen Schülerinnen und Schüler im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen hat an diesem Mittwoch wieder der Unterricht begonnen.

Auf NRW als erstes Bundesland mit Sommerferien-Ende folgen am Montag (15.8.) die Küstenländer Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Danach beginnt in Hamburg, Berlin und Brandenburg das neue Schuljahr. In Bayern geht die Schule erst Mitte September wieder los.

Bei 171.000 Kindern, die in NRW neu ins Schulleben starten, kann die Einschulung auch auf Donnerstag fallen. Das Schuljahr 2022/23 ist das vierte unter Pandemiebedingungen. Die neue NRW-Schulministerin Dorothee Feller hatte vor rund zwei Wochen mit Blick auf die Corona-Bekämpfung betont, im beginnenden Schuljahr solle es keine Schließungen geben.

Bei den Schutzmaßnahmen setzt die CDU-Politikerin vor allem auf Eigenverantwortung. So empfiehlt sie freiwilliges Maske-Tragen im Klassenraum. Eltern sollen Corona-Schnelltests erhalten, damit ihre Kinder sich zu Hause - anlassbezogen und freiwillig - testen können. Am ersten Schultag besteht auch in der Schule eine Selbsttest-Möglichkeit.

Bildungsministerin: Keine flächendeckenden Schulschließungen

Auch Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger schloss flächendeckende Schulschließungen abermals aus. "Wir müssen alles so vorbereiten, dass es nicht so weit kommt", sagte die FDP-Politikerin im ARD-"Morgenmagazin".

Unterricht sollte auch mittels digitaler Medien möglich sein, falls Lehrkräfte ausfielen, aber "immer nur begrenzt und nicht monatelange Schulschließungen", betonte Stark-Watzinger. Zu Kritik an den Vorschlägen zum neuen Infektionsschutzgesetz sagte Stark-Watzinger: "Die Länder haben jede Möglichkeit, auch mit den Schulen sich Regeln zu geben." Es sei die Hausaufgabe für den Sommer gewesen, diese vorzubereiten.

Mehrere Verbände sowie die Lehrergewerkschaften VBE und GEW forderten eindringlich mehr Personal. "Die wichtigste Aufgabe ist und bleibt die Bekämpfung des Personalmangels in den Schulen", betonte VBE-Landeschef Stefan Behlau. Der Blick müsse auch auf andere zentrale Aufgaben gelenkt werden, mahnte die Vorsitzende der Schulleitungsvereinigung, Antonietta Zeoli. Dazu gehörten etwa Schulsanierungen und die Besetzung offener Schulleitungsstellen.

Lehrermangel insbesondere an Grundschulen

Besonders im Grundschulbereich sei der Lehrermangel gravierend, hier müsse deutlich mehr getan werden, forderte der Lehrerverband NRW. Als weitere Baustellen nannte der Verbandsvorsitzende Andreas Bartsch Anstrengungen bei der Digitalisierung - Ausstattung und Fortbildung - sowie eine Entlastung der Lehrkräfte mit Schulverwaltungsassistenten.

Die Familien bewegen neben Corona auch die Gaskrise und die Inflation, wie Anke Staar von der Landeselternkonferenz NRW berichtete. Sie hoffe, dass die Zusage der Schulministerin gelte, dass an den Schulen in der Heizperiode nicht beim Gas gespart werde.

Die gut sechswöchigen Sommerferien der 16 deutschen Länder werden in einem mehrjährigen Rhythmus von einer Länderarbeitsgruppe abgestimmt und von der Kultusministerkonferenz (KMK) beschlossen.

Baden-Württemberg und Bayern gehen immer zuletzt in die Ferien, weil die süddeutschen Staaten traditionell Pfingstferien haben und ein ausreichend langer Lern- und Prüfungszeitraum am Ende des Schuljahres gewährleistet sein soll.

Auch 2023 wird NRW wieder zuerst in die Sommerferien gehen. Dann ist der letzte Schultag im bevölkerungsreichsten Bundesland sogar schon am 21. Juni - also genau zum kalendarischen Sommeranfang.

Erste Schultage in den Bundesländern nach den Sommerferien 2022:

© dpa-infocom, dpa:220810-99-335189/7

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