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Bildung - Erfurt:Hasse: Keine Schülerdaten bei Angriff auf Cloud gestohlen

Ausbildung
Lutz Hasse, Landesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit von Thüringen. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

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Erfurt (dpa/th) - Nach Einschätzung des Thüringer Landesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, Lutz Hasse, sind bei einem Hackerangriff auf den Betreiber der Thüringer Schulcloud keine Daten von Schülern erbeutet worden. Das teilte er am Freitag in Erfurt mit. Der oberste Datenschützer des Landes bezieht sich dabei auf Informationen des Hasso-Plattner-Instituts (HPI), wonach nur die Erreichbarkeit der Schulcloud eingeschränkt gewesen sei. Die Schulcloud wurde vom HPI entwickelt und wird von ihm betrieben. Der Hacker-Angriff richtete sich gegen das HPI.

Die Schulcloud gilt als eines der wichtigsten Instrumente des Landes für den digitalen Unterricht. Lehrer können über sie unter anderem Aufgaben hochladen und die Lösungen der Schüler einsehen und kontrollieren. Wegen der Corona-Pandemie öffnete das Erfurter Bildungsministerium die Schulcloud schneller und umfassender für die Schulen als zunächst geplant war.

Allerdings konnten Schulen das System in der Vergangenheit nicht immer flüssig nutzen, teils galt es als überlastet. Viele andere digitale Lösungen dürfen Lehrer wiederum wegen Datenschutz-Bedenken nicht verwenden. Das Thema hatte bereits im vergangenen Jahr für einen Eklat gesorgt, weil Hasse angekündigt hatte, Datenschutzverstöße von Lehrer prüfen und gegebenenfalls ahnden zu wollen.

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