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Bildung - Dresden:Universitätsschule Dresden läuft: Konzept funktioniert

Ausbildung
Die Universitätsschule Dresden. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

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Dresden (dpa) - Nach dem ersten Jahr der Universitätsschule Dresden ziehen die Köpfe und Mitstreiter des Projekts eine positive Bilanz. Das in der Praxis erprobte, bundesweit einmalige Bildungskonzept funktioniere, sagte Anke Langner, Professorin für Erziehungswissenschaften mit Schwerpunkt Inklusive Bildung an der TU Dresden. Die Laborschule in städtischer Trägerschaft wächst mit dem neuen Schuljahr Ende August um 160 auf dann 360 Schüler, die mit der 4. und 6. Klassenstufe dazukommen.

Die Universitätsschule, die am 19. August 2019 öffnete, ist zugleich Forschungsprojekt sowie Aus- und Fortbildungsstätte für den Lehrernachwuchs. Sie arbeitet mit einer Schulsoftware, auf die Schüler, Lehrer und Eltern Zugriff haben und die kontinuierlich an die Bedürfnisse angepasst wird. Auch Bildungs- und Sozialforscher beobachten die digital gestützten Lernprozesse und das soziale Gefüge.

"Wir waren mit dem digital gestützten Lernen als zentralem Element auch gut aufgestellt für den Corona-Lockdown", sagt Langner. Die Kinder lernten auch in dieser Zeit gemeinsam in kleinen Gruppen im Familien-Homeschooling. "Reihum waren die Eltern für ein paar Tage dran." Und auch das "Lehrerzimmer" ist digital gestützt und wenn die Kinder in der Grundschule eine Art Computer-Führerschein gemacht haben, bekommen sie ein persönliches Laptop.

In der "Schule der Zukunft" werden über insgesamt 15 Jahre die Bedingungen für kindgerechtes und gelingendes Lernen erprobt und der klassische Frontalunterricht in Frage gestellt. Über die schuleigene Software, in der Lernprozesse von Kindern und Lernbegleitern geplant und dokumentiert werden, aber auch mittels Videographie und Befragungen werden die Daten für die Wissenschaft erhoben.

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