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Bildung - Berlin:Thüringen Spitzenreiter bei mittleren Bildungsabschlüssen

Erfurt (dpa/th) - Thüringer haben im Bundesländervergleich am häufigsten einen mittleren Bildungsabschluss. Der Freistaat war mit 95,7 Prozent Spitzenreiter, was den Anteil der Menschen mit Abitur oder Berufsausbildung angeht, wie das Statistische Landesamt in Erfurt am Mittwoch mitteilte. Analysiert wurden dafür die Daten der am Dienstag veröffentlichten OECD-Studie "Bildung auf einen Blick 2019". Der Anteil war demnach rund 9 Prozentpunkte höher als im bundesweiten Durchschnitt.

Allerdings geht der Anteil der Menschen mit Abitur oder Berufsausbildung im Freistaat zurück: Die Älteren zwischen 55 und 64 Jahren sind in Thüringen höher qualifiziert als die 25- bis 34-Jährigen. Das liegt im Bildungssystem der DDR begründet, das damals vergleichsweise vielen Menschen einen höheren Abschluss ermöglichte.

Wegen des demografischen Wandels sinkt der Anteil junger Menschen in Thüringen - diese sind allerdings immer höher qualifiziert, wie die Auswertung zeigt. 2017 nahmen im Freistaat 62 Prozent eines Altersjahrgangs etwa ein Bachelorstudium oder eine Meisterausbildung auf - 2006 waren es nur 35,2 Prozent. Mit dem Wert aus 2017 liegt Thüringen zwei Prozentpunkte über dem Durchschnitt für Deutschland. Auch in allen anderen Bundesländern steigt die Zahl der Menschen, die einen hohen Bildungsabschluss anstreben. Es gibt aber regionale Unterschiede.

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