BildungAufnahmetest fürs Gymnasium? Verband dagegen

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Fernziel Abitur: Über den Wechsel aufs Gymnasium sollen weiter die Eltern entscheiden, sagt der Philologenverband. (Symbolbild)
Fernziel Abitur: Über den Wechsel aufs Gymnasium sollen weiter die Eltern entscheiden, sagt der Philologenverband. (Symbolbild) Sina Schuldt/dpa

Viele Schüler scheiterten am Gymnasium, sagt CDU-Chef Lechner – und fordert Aufnahmetests. Doch die Vertretung der Gymnasiallehrer ist trotz hoher Belastungen gegen eine solche Hürde.

Direkt aus dem dpa-Newskanal: Dieser Text wurde automatisch von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) übernommen und von der SZ-Redaktion nicht bearbeitet.

Hannover (dpa/lni) - Der CDU-Vorschlag für Aufnahmetests an Gymnasien stößt beim Philologenverband Niedersachsen (PHVN) auf Ablehnung. Solche Tests brauche es aus Sicht des PHVN ebenso wenig wie ein verpflichtendes Grundschulgutachten, sagte der Vorsitzende Christoph Rabbow.

Mit einer Hauptschulempfehlung aufs Gymnasium zu gehen, sei zwar schon bedenklich. Für diese Kinder gebe es geeignetere Schulformen als das Gymnasium. „Aber wenn jemand mit einer Realschulempfehlung sagt, ich probiere das mal aus, wie es da aussieht und ob ich damit klarkomme – ja, warum denn nicht?“

Entscheidend bei der Wahl der weiterführenden Schule solle der Elternwille bleiben, sagte Rabbow. Darüber hinaus sei es wichtig, die Kinder in den Schuljahren Vier bis Sechs genau zu beobachten und sie dann, wo sinnvoll, auf eine passendere Schulform zu versetzen – und zwar in beide Richtungen. Der Philologenverband vertritt hauptsächlich Gymnasiallehrkräfte.

Lechner: Bildungsweg muss zu Talenten passen

Niedersachsens CDU-Fraktionschef Sebastian Lechner hatte im NDR-Sommerinterview für einen verschärften Zugang zum Gymnasium geworben. „Wir bräuchten zum Beispiel Einstellungs- und Aufnahmetests für das Gymnasium“, sagte Lechner. Es gehe nicht darum, dass möglichst viele Kinder aufs Gymnasium gingen, sondern dass der Bildungsweg zu den Talenten passe.

Lechner zufolge erlebt bis zu jedes fünfte Kind, das aufs Gymnasium wechselt, dort Frust, weil es nicht mitkomme und wieder abgeschult werde. „Das, finde ich, ist weder gerecht für die Eltern noch für die Kinder“, sagte der CDU-Chef. 

In Niedersachsen entscheiden die Eltern in eigener Verantwortung über die weiterführende Schulform; eine Empfehlung der Grundschule ist nicht bindend.

Viele Lehrkräfte auch an Gymnasien beklagen angesichts wachsender Aufgaben und Schülerzahlen eine hohe Arbeitsbelastung. Im Vergleich zu anderen Schulformen ist die Unterrichtsversorgung an den Gymnasien aber noch verhältnismäßig hoch.

© dpa-infocom, dpa:250820-930-932272/1

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