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Bewerbung für Stipendien:Und wenn ich eine Absage bekomme?

Wochenlange Vorbereitung, Hoffen und Bangen für ein Stipendium und dann landet nur eine freundliche Absage im Briefkasten. Das ist zwar frustrierend - aber wer im Bewerbungsverfahren einer Stiftung gescheitert ist, muss den Traum vom Stipendium noch lange nicht aufgeben.

Eine Bewerbung für ein Stipendium ist aufwendig - wer seine Unterlagen sorgfältig zusammenstellt, verbringt mehrere Wochen damit. Umso ärgerlicher, wenn nach all der Mühe dann nur ein Schreiben im Briefkasten landet, in dem einem die Stiftung freundlich mitteilt, dass leider ...

Eine Absage ist frustrierend, aber gerade wer von den Begabtenförderwerken abgelehnt wurde, muss sich vor Augen führen, dass die Konkurrenz nicht nur groß, sondern auch gut ist. Bei der Studienstiftung des deutschen Volkes wird selbst von den Bewerbern, die es bis ins Auswahlverfahren geschafft haben, nur ein Drittel bis ein Viertel in die Förderung aufgenommen. Und bei den kleineren Stiftungen, die andere Kriterien zugrunde legen, muss man die Ablehnung erst recht nicht persönlich nehmen.

Letztendlich bedeutet eine Absage, so bitter sie auch ist, Übung in Sachen Bewerbung und Vorstellungsgespräch. Das ist nicht nur für den Beruf, sondern auch für die Wiederbewerbung für ein Stipendium von Vorteil. Denn die meisten Stiftungen lehnen einen Kandidaten nicht ein für allemal ab. Selbst die Studienstiftung, die zwar keine Wiederbewerbung in Eigeninitiative zulässt, nimmt bereits abgelehnte Bewerber auf, wenn sie später von einem Hochschullehrer vorgeschlagen werden. Ansonsten bleiben immer noch andere Stiftungen für den nächsten Versuch.

Zwar begründen die Stiftungen ihre Absage nicht, in der Rückschau lassen sich aber Fehler in den Unterlagen oder im Auswahlverfahren erkennen und beim nächsten Mal vermeiden. Sinnvoll ist es zudem, zwischen dem ersten und dem zweiten Versuch ausreichend Zeit verstreichen zu lassen. Manche Stiftungen verlangen das ohnehin. Danach fällt es nicht nur leichter, die erneute Bewerbung zu begründen, es bleibt auch ausreichend Gelegenheit, sich in der Uni mehr reinzuhängen oder sich ehrenamtlich zu engagieren, wenn in diesen Bereichen Defizite bestanden.