Süddeutsche Zeitung

Analyseergebnisse:Jede dritte staatliche Hochschule wird von Frau geleitet

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Gütersloh (dpa) - Immer mehr Frauen leiten einer Untersuchung zufolge staatliche Hochschulen. Inzwischen sei die Frauenquote an staatlichen Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) auf 32 Prozent gestiegen, berichtete das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) am Dienstag in Gütersloh. Damit stieg die Zahl der Universitätspräsidentinnen und -rektorinnen im Vergleich zur ersten Auswertung des CHE im Jahr 2018 um 17 Prozentpunkte an.

Öffentliche Universitäten wurden zum Stand Ende 2023 laut Auswertung zu 42 Prozent von einer Rektorin oder Präsidentin geführt. Unter den staatlichen HAW wurde demnach jede Vierte von einer weiblichen Führungskraft geleitet. „Der Trend, dass immer mehr Frauen in die Hochschulleitungen kommen, hält an“, sagte Studienautorin Isabel Roessler.

Die meisten Rektoren und Rektorinnen oder Präsidentinnen und Präsidenten - 38 Personen - kommen gebürtig aus dem bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen, gefolgt von Bayern mit 33 Personen.

Das Durchschnittsalter deutscher Hochschulleitungen ist laut der Studie mit aktuell 58,2 Jahren im Vergleich zum Vorjahreswert leicht gestiegen. „Nur 15 Führungskräfte sind aktuell jünger als 50 Jahre“, heißt es in der Auswertung. Mehr als die Hälfte der aktuellen Hochschulleitungen ist bereits fünf Jahre - also seit 2019 - oder länger im Amt.

© dpa-infocom, dpa:240514-99-24114/2

Bestens informiert mit SZ Plus – 4 Wochen kostenlos zur Probe lesen. Jetzt bestellen unter: www.sz.de/szplus-testen

URL:
www.sz.de/dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-240514-99-24114
Copyright:
Süddeutsche Zeitung Digitale Medien GmbH / Süddeutsche Zeitung GmbH
Quelle:
Direkt aus dem dpa-Newskanal