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Alte Schule:Kevin Kühnert

Kevin Kühnert Speaks In Wittenberg

Kevin Kühnert, geboren 1989 in Berlin, machte 2008 Abitur am Beethoven-Gymnasium in Berlin-Lankwitz und danach ein Freiwilliges Soziales Jahr. Sein erstes Studium – Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der FU Berlin – brach er ab. Sein zweites – Politikwissenschaft an der Fern-Universität Hagen – ruht, seit Kühnert im November 2017 zum Juso-Vorsitzenden gewählt wurde. Mittlerweile ist er auch SPD-Vize. Im kommenden Jahr will er für den Bundestag kandidieren.

(Foto: Jens Schlueter/Getty Images)

Lustiger Troll mit Geige, Hang zum Kippeln und Schwäche für den Duft von Mangokippen: Der Juso-Chef und SPD-Vize im SZ-Fragebogen.

Erste Reihe oder letzte Bank?

Je nach Interesse. Deutsch vorne, Mathe hinten, beim Rest irgendwo dazwischen. Immer mit genügend Platz zum Kippeln.

Influencer oder Follower?

Wohl eher der lustige Troll aus der Kommentarspalte.

Mein Hobby in der Pause?

Vor dem Schultor den Rauch der Mangokippen inhalieren, die von der Oberstufe geraucht wurden. Sie rochen leider besser, als sie schmeckten.

Meine größte Stunde?

Als wir mit Schulwechsel für den Fall gedroht haben, dass für unsere Gruppe von acht armen Seelen kein Politik-Leistungskurs eingerichtet wird. All in gegangen und gewonnen. No risk, no fun.

Das würde ich gern vergessen:

Die hunderten gescheiterten Versuche, den Sprungkasten in irgendeiner erdenklichen Art und Weise springend überwinden zu können.

Ein Denkmal gebührt ...

Meiner ersten Musiklehrerin Frau Grieger, die meinen Eltern früh den Tipp gab, mich ein Instrument erlernen zu lassen. Ohne die Geige wären mir viele Türen verschlossen geblieben.

Lernen ist ...

Wenn man das Jahrgangsbuch des eigenen Abschlussjahrgangs zur Hand nimmt, darin schamhaft liest und sich fragt, was man der Welt damals eigentlich mitteilen wollte. Alles daran hat mit Lernen zu tun.

Noten sind ...

Nicht an den Bedürfnissen von Kindern, sondern an den Denkmustern von Erwachsenen ausgerichtet.

Schule müsste ...

Deutlich weniger müssen.

Entschuldigen muss ich mich bei ...

Dem Leiter der Schulbibliothek, Herrn Papasima, für die vielen verschlampten Bücher. Juli Zeh und Wibke Bruhns habe ich letztens beim Aufräumen gefunden. Bitte melden Sie sich, wenn Sie damit jetzt noch etwas anfangen können.

Entschuldigen muss sich bei mir ...

Ich selbst. Dafür, dass ich mich bei der Berechnung meiner Abi-Grundkurse verrechnet habe und folglich noch zwei Semester sinnlos im Französisch-Kurs vegetierte. Et boum c'est le choc.

Zur Schule haben alle was zu sagen. Waren ja alle da. Deshalb gibt es jede Woche "Alte Schule".

© SZ vom 24.08.2020

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