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Alte Schule:Jan Weiler

3nach9 Talkshow im Bild: Jan Weiler Der Erfolgsautor von Bestsellern wie Das Pubertier steht in seinem neuesten Werk sel

Jan Weiler, geboren 1967 in Düsseldorf, arbeitete nach dem Abitur zunächst als Werbetexter, bis er im vierten Anlauf die Aufnahmeprüfung an der Deutschen Journalistenschule in München bestand. Nach seiner Ausbildung war er elf Jahre lang für das SZ-Magazin tätig, die letzten fünf als Chefredakteur. Seit 2005 ist er freier Autor. Zu seinen größten Erfolgen zählen die Bestseller „Maria, ihm schmeckt’s nicht“ (2003) und „Das Pubertier“ (2014). Zuletzt erschien im August „Die Ältern“, eine Geschichte über Eltern, deren Kinder von zu Hause ausziehen.

(Foto: imago images/Stefan Schmidbauer)

Rauchender Redner und glücklicher Sitzenbleiber mit später Erkenntnis: Der Bestsellerautor im SZ-Fragebogen.

Erste Reihe oder letzte Bank?

Letzte Bank. Dabei wurde erkannt, dass ich dringend eine Brille brauchte.

Influencer oder Follower?

Influencer, allerdings ohne es selber zu merken.

Mein Hobby in der Pause?

Rauchen und Vorträge halten. Die Kreditlinie beim Pausenverkauf ausreizen. Skat spielen und händeringend jemanden suchen, bei dem ich Chemie abschreiben kann.

Meine größte Stunde?

Sitzenzubleiben und damit in die Klasse des Mädchens zu kommen, in das ich verliebt war.

Das würde ich gern vergessen:

Es hat dann trotzdem nicht dauerhaft geklappt. Ich habe mich umsonst angestrengt. Außerdem: Meine Versuche, in Bio sämtliche naturwissenschaftlichen Diskussionen durch Ethikdiskurse zu ersetzen, um mein Nichtwissen zu kaschieren.

Ein Denkmal gebührt ...

Dr. Michael Stoffels, Friedensaktivist, Theater-AG-Leiter, einfach ein wundervoller Deutschlehrer und endlos geduldiger Mensch.

Lernen ist ...

... notwendig und ein großes Privileg. Wenn man das nicht bloß erst so spät bemerken würde!

Noten sind ...

Quatsch.

Schule müsste ...

... grundlegendes Wissen vermitteln und darüber hinaus ausschließlich Talente der Kinder entdecken und fördern.

Entschuldigen muss ich mich bei ...

... Frau Siecken und Frau Engelhardt. Französisch ist natürlich doch eine tolle Sprache, die zu lernen sich lohnt.

Entschuldigen muss sich bei mir ...

... 32 Jahre nach dem Abitur niemand mehr. Alles verjährt, wenn auch nicht vergessen.

Zur Schule haben alle was zu sagen. Waren ja alle da. Deshalb gibt es jede Woche "Alte Schule".

© SZ vom 30.11.2020
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