Abi-Aufgaben 2014 Mathe, Englisch, Geschichte

Mathematik:

Stochastik

Im Rahmen der sogenannten Jim-Studie wurde in Deutschland im Jahr 2012 der Umgang von Jugendlichen im Alter von zwölf bis 19 Jahren mit Information und Medien untersucht. In der folgenden Tabelle werden ausgewählte Ergebnisse dieser Studie anhand einer repräsentativen Auswahl von 200 Jugendlichen wiedergegeben, von denen 102 Jungen sind. Dabei werden für vier Geräteklassen jeweils die Anzahl der Mädchen und die Anzahl der Jungen unter den 200 ausgewählten Jugendlichen angegeben, die ein entsprechendes Gerät besitzen.

Abi-Aufgabe Mathematik, Bayern 2014

(Foto: Bayerisches Kultusministerium)

a) Bestimmen Sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass eine aus den 200 Jugendlichen zufällig ausgewählte Person weiblich ist und kein Fernsehgerät besitzt.

b) Aus den 200 Jugendlichen wird eine Person zufällig ausgewählt, die ein Fernsehgerät besitzt. Ermitteln Sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass diese Person weiblich ist.

c) Begründen Sie, dass die Ereignisse "Eine aus den 200 Jugendlichen zufällig ausgewählte Person besitzt ein Fernsehgerät." und "Eine aus den 200 Jugendlichen zufällig ausgewählte Person ist ein Mädchen." abhängig sind.

Der Jim-Studie zufolge besitzen deutlich weniger als 90 Prozent der Jugendlichen einen Computer. Daher wird an den Stadtrat einer Kleinstadt der Wunsch herangetragen, im örtlichen Jugendzentrum einen Arbeitsraum mit Computern einzurichten. Der Stadtrat möchte die dafür erforderlichen finanziellen Mittel nur dann bewilligen, wenn weniger als 90 Prozent der Jugendlichen der Kleinstadt einen Computer besitzen.

c) Die Entscheidung über die Bewilligung der finanziellen Mittel soll mithilfe einer Befragung von 100 zufällig ausgewählten zwölf- bis 19-jährigen Jugendlichen der Kleinstadt getroffen werden. Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die finanziellen Mittel irrtümlich bewilligt werden, soll höchstens fünf Prozent betragen. Bestimmen Sie die zugehörige Entscheidungsregel, bei der zugleich die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die finanziellen Mittel irrtümlich nicht bewilligt werden, möglichst klein ist.

d) Bestimmen Sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass unter den 100 befragten Jugendlichen genau 85 einen Computer besitzen, wenn der Anteil derjenigen Jugendlichen, die einen Computer besitzen, unter den Jugendlichen der Kleinstadt ebenso groß ist wie unter den in der Tabelle erfassten Jugendlichen.

Englisch:

Composition

a) Mother's Day should be abolished. Do you agree?

b) "In every conceivable manner, the family is link to our past, bridge to our future." (Alex Haley, 1921-1992, American writer) Comment on this statement.

c) Tension in the family home often plays a central role in books and films. Choose an example from the English-speaking world and show how this topic is dealt with.

Geschichte:

Beispielaufgabe 1

Wenn unsere Zeit sich rühmen darf, auf der Bahn des Fortschritts mit Locomotiveneile weiter zu kommen und was heute noch als unmöglich galt schon morgen möglich gemacht zu haben, wenn, was vor Jahren noch ein kühnes Wagniß war, nun etwas Alltägliches geworden, das nicht einmal mehr Aufsehen erregt: so ist es ja gar nicht anders möglich, als daß dies auch dem Frauenleben zu Gute kommen muß. (Louise Otto, deutsche Frauenrechtlerin, 1876)

Erörtern Sie ausgehend von diesem Zitat, ob sich im 19. Jahrhundert die Lage der Frauen in Deutschland durch die Entstehung der Industriegesellschaft verbesserte!

Beispielaufgabe 2

Wir Europäer haben keinen Gründungsmythos nach der Art etwa einer Entscheidungsschlacht, in der Europa einem Feind gegenübertreten, siegen oder verlieren, aber jedenfalls seine Identität wahren konnte. (Joachim Gauck in einer Rede zu Perspektiven der europäischen Idee vom 22. Februar 2013)

Verfassen Sie zum Europatag der Europäischen Union am 9. Mai einen Beitrag für die Schülerzeitung! Zeigen Sie ausgehend von diesem Zitat und mithilfe geeigneter Beispiele von der Antike bis zur Frühen Neuzeit mögliche historische Wurzeln einer europäischen Identität auf!

Beispielaufgabe 3

In einem Internet-Forum zum Nahostkonflikt findet sich folgender Eintrag:

TimoHistoricus: Wer kann weiterhelfen? Für mein Bewerbungsgespräch um einen Platz beim Jugendaustausch mit Jerusalem versuche ich mir ein differenziertes Bild von der Idee der Zweistaatenlösung zu machen, finde aber nur extrem gegensätzliche Positionen. Wäre die Zweistaatenlösung nun ein Happy End für Israelis und Palästinenser?

Antworten Sie Timo, indem Sie auf der Basis Ihrer historischen Kenntnisse eine differenzierte Stellungnahme verfassen!

Die irrsten Lehrersprüche

"Wie ein Kotelett - von beiden Seiten bekloppt"