WintersportBayerische Liftbetreiber mit Saison zufrieden

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Auf der Zugspitze gab es zu Saisonbeginn viel Schnee - dann allerdings nicht mehr.
Auf der Zugspitze gab es zu Saisonbeginn viel Schnee - dann allerdings nicht mehr. (Foto: Angelika Warmuth/dpa)

Neuschnee gab es lange nicht - dafür Kaiserwetter: Während einige im Tal schon mit T-Shirt unterwegs sind, ziehen auf den Pisten noch viele Skifahrer ihre Schwünge. Sehr zur Freude der Liftbetreiber.

Kaiserwetter hat in den Faschingsferien die Wintersportler noch einmal auf die teils schon dahinschmelzenden Pisten gelockt. Der Verband Deutscher Seilbahnen und Schlepplifte (VDS) zieht schon jetzt eine vorläufige positive Bilanz dieser Saison. Je nach Gebiet gebe es nach Schätzungen ein Plus von 25 bis 40 Prozent bei den Besucherzahlen im Vergleich zum Vorjahr, teilte der Verband auf Anfrage mit.

In den Faschingsferien nutzen viele Gäste das herrliche Wetter aus. Da der Fasching heuer sehr spät war, habe sich das Skifahrergeschäft vor allem auf den Vormittag konzentriert, hieß es bei den Wintersportgebieten Brauneck, Sudelfeld und Spitzingsee. Am Nachmittag wird der Schnee vor allem in niedrigeren Lagen schon recht weich.

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Bei den höher gelegenen Gebieten der OK Bergbahnen in Oberstdorf ist die Rede von „Kaiserwetter und besten Pistenbedingungen“. Auch im Gebiet Garmisch-Classic ist laut Bayerischer Zugspitzbahn die Schneelage dank der Beschneiung noch sehr gut. „Die Nächte sind nach wie vor kalt mit Temperaturen unter 0 Grad, was ein Durchfrieren der Pisten sicherstellt“, sagte eine Sprecherin.

Naturschnee auf der Zugspitze bleibt unsicherer Faktor

An der Zugspitze, mit 2962 Metern Deutschlands höchster Berg, hatte die Saison fulminant mit viel Schnee Ende November begonnen – doch dann hielt sich der Schneefall in Grenzen. „Da die Zugspitze ein reines Naturschnee-Skigebiet ist, sind wir hier nach wie vor auf den Schnee von oben angewiesen“, erläuterte eine Sprecherin.

Die Saison soll wie jedes Jahr vielerorts bis Ostern laufen – je nach Gebiet und Wetterlage. Nebelhorn und Zugspitze wollen bis 1. Mai den Skibetrieb anbieten.

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Von Christian Sebald

Energiesparen war laut Seilbahnverband VDS auch in dieser Saison ein Thema. Die Seilbahnen in Deutschland beziehen laut VDS mittlerweile 74 Prozent ihres Stroms aus erneuerbaren Energien. Auch die vermehrte Nutzung von Bio-Kraftstoffen bei Pistenraupen und anderen Fahrzeugen verringere den CO2-Ausstoß deutlich.

Effiziente Direktantriebe für Seilbahnen, modernes Schneemanagement mit exakten Schneehöhen-Messungen und eine Energiegewinnung aus Wasserkraft und Photovoltaik schonen ebenfalls die Ressourcen. Fast 80 Prozent der CO2-Emissionen eines Skitages werden durch die An- und Abreise verursacht. Kostenlose Transfers, Skibusse oder Pakete für die Anreise mit dem ÖPNV sollen hier zu einer Verringerung beitragen.

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