Zirndorf SPD macht Wahlwerbung bei Erstklässlern

Die SPD im mittelfränkischen Zirndorf hat sich mit einem Brief an die Erstklässler ihrer Stadt Ärger mit anderen Parteien eingehandelt. "Die Freien Wähler und die CSU haben die Rechtsaufsicht eingeschaltet", sagte der SPD-Ortschef Markus Trautmann. Der Vorwurf: Wahlmanipulation. Dabei gebe es die Aktion "Brotdosen für die Schulanfänger", in deren Rahmen die Briefe verteilt wurden, seit zehn Jahren und auch andere Parteien würden ähnliche Wahlwerbung machen. Anlass des Streits ist ein Brief, in dem die SPD Zirndorf den Erstklässlern viel Spaß für den neuen Lebensabschnitt wünscht - und darauf hinweist, dass die Partei für Kitas und Schulen in der Stadt viel getan habe und die Kinder ihren Eltern doch empfehlen sollen, bei der Landtagswahl die SPD zu wählen. "Es ist unglaublich, was sich diese SPD in Zirndorf herausnimmt. Wahlwerbung auf Kosten unserer Kinder", schimpften die Freien Wähler bei Facebook. Der Pressesprecher der Landtags-CSU, Franz Stangl, kommentierte bei Twitter: "Ein Loblied auf das bayerische Bildungssystem, in dem die Erstklässler bei der Einschulung schon Wahlaufrufe lesen können. Da muss die CSU mit ihrer Bildungspolitik alles richtig gemacht haben."