80 Jahre Kriegsende„Wenn die AfD Teil der Bundesregierung wird, müssten wir uns fragen, ob wir jüdische Menschen zur Auswanderung auffordern müssen“

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Josef Schuster, Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, bei der Gedenkfeier zum Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau.
Josef Schuster, Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, bei der Gedenkfeier zum Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau.
Niels P. Jørgensen

Zum 80. Jahrestag des Kriegsendes blickt Josef Schuster, der Präsident des Zentralrates der Juden, mit Sorge auf das Erstarken der AfD im Bund. Sollte die rechtsextreme Partei einmal in Regierungsverantwortung kommen, wäre dies seiner Meinung nach unvereinbar mit jüdischem Leben in Deutschland.

Interview von Thomas Radlmaier und Helmut Zeller

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Josef Schuster ist derzeit ein gefragter Mann. Zum 80. Jahrestag des Kriegsendes und der Befreiung der deutschen Konzentrationslager ballen sich bei dem 71-jährigen Präsidenten des Zentralrates der Juden in Deutschland die Termine. Zuletzt nahm er an der Gedenkfeier in der KZ-Gedenkstätte Dachau teil. Für das Interview mit der Süddeutschen Zeitung hat er in die Räumlichkeiten des jüdischen Gemeinde- und Kulturzentrums „Shalom Europa“ in seiner Heimatstadt Würzburg geladen.

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Historie
:Was war, darf nie wieder sein

Die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus muss heute so widerständig sein wie lange nicht mehr. Verschwindet sie, versiegt eine Quelle der deutschen Demokratie. Folge 1 einer vierteiligen Serie zum 80. Jahrestag des Kriegsendes am 8. Mai 1945.

SZ PlusEin Essay von Thomas Radlmaier

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