Zeitumstellung am SonntagSo klappt's auch mit Kindern und Kühen im Haus

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Die geraubte Stunde vom März kommt zurück, man könnte jetzt länger schlafen. Fragt sich nur, ob das Kinder und Kühe auch so sehen. 
Die geraubte Stunde vom März kommt zurück, man könnte jetzt länger schlafen. Fragt sich nur, ob das Kinder und Kühe auch so sehen.  (Foto: Maximilian von Klenze/dpa)

Am Sonntagmorgen ist es wieder so weit: Man schlägt die Augen auf und stellt erleichtert fest, dass man noch eine Stunde länger liegen bleiben darf. Wenn da nicht ein paar Hindernisse wären. Ein nicht ganz ernst gemeinter Ratgeber.

Glosse von Deniz Aykanat

Es ist wieder so weit: endlich wieder Zeitumstellung! Endlich wird die große Ungerechtigkeit vom März korrigiert, die geraubte Stunde kehrt wieder zurück. Da steht man dann da am Sonntagmorgen, schlägt die Augen auf, erinnert sich, dass man noch eine Stunde länger liegen bleiben darf, ist ja auch eh noch stockdunkel und kalt – und stellt dann mit Schrecken fest, dass beispielsweise Kinder das gar nicht so sehen. Dass sie sich einen feuchten Kehricht um so profane Dinge wie Uhrzeiten scheren.

So oder so ähnlich dürfte es auch dem einen oder anderen Bauern gehen. Denn nicht nur Kindern ist der Wecker egal, auch Tiere haben ihre eigene innere Uhr. Gedanken wie: „Oh es ist Zeitumstellung, ich mach mal wieder die Augen zu“ – die kommen weder Kindern noch Kühen. „Grundsätzlich ist es so, dass dem Tier die Zeitumstellung völlig egal ist“, sagt Markus Drexler, Sprecher des Bayerischen Bauernverbandes (BBV).

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Veränderungen oder Probleme gibt es laut BBV aber an „Schnittstellen“ zum Mensch, also zum Beispiel beim Melken oder Füttern. Wenn der Bauer plötzlich eine Stunde später in den Stall komme, dann könnten die Tiere ungeduldig werden, ihr gewohnter Rhythmus sei gestört, so der BBV-Sprecher. „Dort, wo Probleme durch eine abrupte Veränderung entstehen würden, versuchen die Tierhalterinnen und Tierhalter, dem durch eine allmähliche, sanfte Umstellung zu begegnen“, erklärt der BBV-Sprecher.

Schrittweise würden da etwa die Melk- und Fütterzeiten von Sommer- auf Winterzeit umgestellt. Dabei hilft es natürlich enorm, dass es inzwischen Melkroboter und Fütterungsautomaten gibt, die man entsprechend einstellen kann.

Für die Schnittstelle Kind-Erwachsene gibt es ebenfalls eine Menge analoge Tipps, wie etwa, das Kind in der Woche vor der Zeitumstellung möglichst lange an die frische Luft zu schicken oder es direkt vor dem Schlafengehen noch mal so richtig auszupowern. Das sind super Tipps. Sie helfen nur nie, wirklich nie. Und Wickelroboter und Fütterungsautomaten gibt es für Kinder leider auch noch nicht.

Was also tun mit der wieder gewonnenen Stunde, die man wegen Kühen, Kindern oder genereller Bettflucht nicht für den eigentlich so dringenden Nachhol-Schlaf nutzen kann? Sich über die Zeitumstellung aufregen. Das macht einen automatisch wach.

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