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Tourismus:Wunsiedel will Stonehenge 2.0 bauen

Der Stadtrat hat zugestimmt, die britische Gesteinsformation im Fichtelgebirge nachzubilden. Es ist allerdings schon der dritte Anlauf dafür.

Von Olaf Przybilla, Wunsiedel

Im Fichtelgebirge soll das britische Weltkulturerbe Stonehenge nachgebaut werden, originalgetreu und maßstabsgerecht. Die Stadtrat von Wunsiedel hat dazu grundsätzlich Zustimmung erteilt, die Resonanz ist groß, allerdings ist es nicht der erste Anlauf, diese Idee zu realisieren. Sondern schon der dritte.

Beim letzten Anlauf 2009 hatte der Stadtrat ebenfalls zugestimmt, das Ende war dann ernüchternd. Ein international tätiger Kunstfels-Unternehmer, der die Idee ins Spiel gebracht hatte, zog sich nach Protesten unter anderem von Naturschützern aus dem Projekt zurück.

Auch 2009 war dafür geworben worden, der Nachbau solle im Gegensatz zum Original bei Salisbury frei zugänglich sein. Und auch damals hatten sich die Befürworter gegen Bedenken verwahrt, bei Wunsiedel solle ein Gesteins-Disneyland entstehen.

Diesmal aber soll "Wunhenge" tatsächlich entstehen. Laut Frankenpost sei diesmal die Initiative von der Lokalpolitik ausgegangen, die darauf hofft, mit zusätzlichen Attraktionen einen Hotel-Investor in die Festspielstadt locken zu können. Sollten sich die Pläne diesmal verwirklichen lassen, könnte die Anlage 2023 eröffnet werden.

© SZ vom 21.12.2020/infu
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