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Würzburg:Nach Gartenschau fehlen fünf Millionen Euro

Bittere Bilanz für die Stadt Würzburg nach der Landesgartenschau: Das Defizit fällt wohl deutlich höher aus als ohnehin schon befürchtet. Nachdem nur um die 700 000 statt der erwarteten eine Million Besucher gekommen waren, droht der Stadt jetzt ein Defizit von mehr als fünf Millionen Euro. Das geht aus dem sogenannten Durchführungshaushalt der Landesgartenschau-Gesellschaft hervor, der am Donnerstag im Hauptausschuss des Würzburger Stadtrates beraten werden soll. Den Ausgaben von insgesamt 13,1 Millionen Euro stehen Einnahmen von 8,1 Millionen Euro gegenüber. Es fehlen also fünf Millionen Euro plus 1,7 Millionen Euro für Personalkosten der Stadt.

Ursprünglich sollte die Landesgartenschau Würzburg mit einer "Roten Null" abgeschlossen werden - so wie das bei Landesgartenschauen in Bayern üblich ist. Bei den bisher stattgefundenen Schauen konnten meist die Ausgaben durch die Einnahmen gedeckt werden. In der Sitzungsvorlage für den Stadtrat steht, dass die Stadt neben den Personalkosten von 1,7 Millionen Euro nur ein Defizitrisiko von 800 000 Euro abdecken sollte. Davon ist der Durchführungshaushalt nun weit entfernt. Wie hoch das Defizit am Ende tatsächlich sein wird, steht wohl erst Mitte 2019 fest, hieß es.

Der Grund für das schlechte Ergebnis seien die fehlenden Besucher. Dafür wiederum machen die Gartenschau-Verantwortlichen die hohen Temperaturen und die Trockenheit verantwortlich. Zudem habe man etwa 100 000 Euro mehr für Gießwasser ausgeben müssen. Auch Nachbesserungen an der Gartenschau, die von Anfang teils massiver Kritik ausgesetzt war, wie die Anschaffung einer Besucherbahn, schlagen mit 250 000 Euro zusätzlichen Ausgaben zu Buche. Die Bahn wurde angeschafft, um den Besuch vor allem für ältere Gäste attraktiver zu machen.