KriminalitätWürzburger „Denkort Deportationen“ beschädigt

Die Präsidentin des Bayerischen Landtages, Ilse Aigner (CSU), bei einer Rede am "DenkOrt Deportationen" in Würzburg im Jahr 2021.
Die Präsidentin des Bayerischen Landtages, Ilse Aigner (CSU), bei einer Rede am "DenkOrt Deportationen" in Würzburg im Jahr 2021. Nicolas Armer

Unbekannte haben an der Gedenkstätte vor dem Würzburger Hauptbahnhof einen der dort aufgestellten Koffer entwendet. Das Mahnmal erinnert an das Schicksal der Jüdinnen und Juden, die während der NS-Herrschaft in Unterfranken verschleppt und ermordet wurden.

Bislang unbekannte Täter haben sich an der Gedenkstätte „Denkort Deportationen“ vor dem Würzburger Hauptbahnhof zu schaffen gemacht. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, wurde dort ein Holzkoffer mit massivem Metallgriff entwendet. Nach aktuellem Ermittlungsstand muss der Koffer zwischen dem 18. Mai und dem 21. Juni entwendet worden sein.

Das seit 2019 bestehende und wachsende Mahnmal erinnert an die während der NS-Herrschaft aus Unterfranken deportierten Jüdinnen und Juden. Das Besondere am „Denkort Deportationen“ ist: Auf dem Platz vor dem Würzburger Hauptbahnhof stehen verschiedene Gepäckstück-Skulpturen, jede steht für Deportierte aus einer unterfränkischen Gemeinde.

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Je ein „Duplikat“ dieser Gepäckstücke steht in den Heimatgemeinden der Menschen im öffentlichen Raum. So wird zentral in der Würzburger Innenstadt an die Opfer der Deportationen zwischen 1941 und 1944 in ganz Unterfranken erinnert, aber auch in den früheren Wohngemeinden der NS-Opfer.

Die Polizei sucht Zeugen des Diebstahls. Wer verdächtige Personen im Umfeld der Gedenkstätte beobachtet hat oder andere sachdienliche Hinweise geben kann, soll sich per Telefon unter 0931/457-1732 melden.

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