Wülfershausen an der SaaleBürgermeister fälscht Wahl – Bürgermeisterin ersetzt ihn

Stapel mit Wahlbriefen zur Kommunalwahl 2026.
Stapel mit Wahlbriefen zur Kommunalwahl 2026. Foto: Pia Bayer/dpa

Das Dorf Wülfershausen gerät nach der Kommunalwahl in die Schlagzeilen. Ausgerechnet der Bürgermeister muss zugeben: Er hat die Wahl manipuliert. Nun gibt es eine neue Bürgermeisterin – und im Herbst einen Prozess.

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Nach der Manipulation bei der Kommunalwahl im März haben die Bürger von Wülfershausen an der Saale nun eine Bürgermeisterin. Die Bankbetriebswirtin Ruth Markert (Freie Wählergemeinschaft Wülfershausen/Eichenhausen) erhielt bei der Neuwahl mit 87 Prozent der Stimmen die absolute Mehrheit. Dieses vorläufige Ergebnis gab die Verwaltungsgemeinschaft Saal an der Saale (Landkreis Rhön-Grabfeld) online bekannt. Die Wahlbeteiligung lag bei 69,5 Prozent.

Der Vorgänger der 52-Jährigen hatte eingeräumt, Wahlunterlagen zur Kommunalwahl im März manipuliert zu haben. Der damalige CSU-Politiker trat daher von dem Amt als Erster Bürgermeister zurück, die knapp 1300 Wahlberechtigten waren somit zur Neuwahl aufgerufen.

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Weil der 69-Jährige auch Stimmzettel der Gemeinderats- sowie der Kreistagswahl für Rhön-Grabfeld verändert haben soll, fand am Sonntag auch die Nachwahl für diese beiden Gremien statt. Bei der Kreistagswahl wurde dabei nur die Briefwahl wiederholt.

Am 3. November steht der Amtsvorgänger von Markert wegen Wahlfälschung vor dem Amtsgericht Bad Neustadt/Saale. Im Fall einer Verurteilung könnte der Mann nach Angaben der Staatsanwaltschaft Schweinfurt eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe bekommen. Der Angeklagte möchte sich nicht zu den Vorwürfen äußern. Der 69-Jährige hat die Tat bei seiner polizeilichen Vernehmung aber bereits eingeräumt.

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