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Wolnzach:Hopfenbauern beklagen Wetterextreme

Beim Erntestart im weltweit größten Hopfenanbaugebiet Hallertau hat die deutsche Hopfenwirtschaft die zunehmenden Wetterextreme beklagt. Herausfordernd seien die immer häufiger auftretenden Hitze- und Trockenperioden einerseits und die Starkregenfälle andererseits, erklärte Peter Hintermeier, Vorsitzender des Deutschen Hopfenwirtschaftsverbands laut einer Mitteilung beim Ernteauftakt im Wolnzach. Auch der Mangel an wirksamen Pflanzenschutzmitteln, die verschärfte Düngemittelverordnung der EU und ein in der Hallertau neu auftretender Schädling (Citrus Bark Cracking Viroids) machten dem Verband Sorgen.

Die Landwirte rechneten mit einer größeren Erntemenge als noch im vergangenen Jahr, im mehrjährigen Vergleich sei die Prognose allerdings eher durchschnittlich, wie der Verband mitteilte. 2018 war die Ernte wegen der lang anhaltenden Trockenheit und Hitze in der Hallertau mit rund 35 000 Tonnen unterdurchschnittlich ausgefallen. Für 2019 rechne man nach einer ersten Schätzung mit knapp 40 000 Tonnen Hopfen aus der Region.

Der Erntestart hängt laut Adi Schapfl, dem Präsidenten des Hopfenpflanzerverbands, vor allem von den Sorten ab: "Die Sorten haben unterschiedliche Reifezeitpunkte", sagte Schapfl. Einige Betriebe hätten mit dem Pflücken schon begonnen. "Richtig los geht es jetzt am Wochenende, beziehungsweise am Montag."

© SZ vom 30.08.2019 / dpa
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