Artenschutz:Zwei Wölfe in der Rhön dürfen geschossen werden

Artenschutz: Wölfe wie dieser streifen auf dem Hochplateau der Langen Rhön umher. Offensichtlich haben sie sich inzwischen auf Weidetiere spezialisiert.

Wölfe wie dieser streifen auf dem Hochplateau der Langen Rhön umher. Offensichtlich haben sie sich inzwischen auf Weidetiere spezialisiert.

(Foto: Ingo Schulz/imago)

Die beiden Raubtiere haben wiederholt Schafherden angegriffen und dabei Zäune überwunden. Nun hat die Regierung von Unterfranken die Erlaubnis zur Tötung gegeben.

Von Christian Sebald

Die Regierung von Unterfranken hat zwei Wölfe zum Abschuss freigegeben, die in den vergangenen Wochen auf der Langen Rhön wiederholt nachts Schafherden angegriffen und etliche Tiere getötet haben. Das hat der Landrat des Landkreises Rhön-Grabfeld, Thomas Habermann (CSU), der Süddeutschen Zeitung bestätigt. "Die Landwirte bei uns in der Region wissen genauso wie wir Politiker um den strengen Schutzstatus der Wölfe", sagt Habermann. "Wir sind auch bereit, die Präsenz von Wölfen zu dulden. Aber übergriffige Wölfe, die gelernt haben, wolfsabweisende Zäune zu überwinden und geschützte Weidetiere zu reißen, müssen entnommen werden können." Die Regierung von Unterfranken beurteilt den Fall wie Habermann. Deshalb hat sie den Abschussantrag eines betroffenen Schäfers bewilligt. Außer dem Mann haben zwei weitere Schäfer, der Landkreis-Rhön-Grabfeld und die Marktgemeinde Oberelsbach Abschussanträge gestellt.

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