Dieses Urteil ist richtig. Schon wegen dieser Zahl: 475 000 Euro. So hoch waren die Parteispenden, die über Strohmänner flossen, weil niemand merken sollte, dass es sich um Schmiergeld eines Bauträgers handelte. Joachim Wolbergs hat dieses Geld genommen. Man nennt das Korruption. Es ist überfällig, dass ein Gericht dies nun bestätigt hat. Alles gut also, zehn Jahre nachdem die Affäre um den inzwischen ehemaligen Regensburger Oberbürgermeister losgebrochen ist?
MeinungRegensburger Ex-OB WolbergsDas Urteil ist richtig, die Strafe zu hart

Kommentar von Andreas Glas
Lesezeit: 2 Min.

Wenn ein Angeklagter fast ein Jahrzehnt lang auf sein Urteil warten muss, ist das eine Zumutung, auch für einen Politiker. Die Strafe von zweieinhalb Jahren Gefängnis für Regensburgs Ex-OB Joachim Wolbergs hinterlässt ein ungutes Gefühl.
