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Wohlfahrtsverband in Sorge:Armutsgefahr in Bayern steigt

Der Anteil der armutsgefährdeten Bürger ist in Bayern mit knapp zwölf Prozent geringer als in allen anderen Bundesländern. Der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband (DPWV) warnte in seinem Armutsbericht aber, dass Armut mit der Corona-Krise zunehmen dürfte. Besonders gefährdet seien geringfügig Beschäftigte und junge Menschen, die coronabedingt von wachsender Arbeitslosigkeit betroffen seien. Der Verband forderte die sofortige Anhebung der Leistungen in Hartz IV, in der Grundsicherung für alte und erwerbsgeminderte Menschen und für Asylbewerber. In Bayern bezogen laut dem DPWV-Armutsbericht für 2019 nur 3,7 Prozent der Bürger Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II. Das ist der niedrigste Wert seit Jahren.

© SZ vom 23.11.2020 / dpa

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