Wirtschaft Bauindustrie klagtüber Rohstoffpreise

Der bayerischen Bauindustrie machen Versorgungsengpässe bei Rohstoffen und steigende Preise das Leben schwer. Das geht aus einem aktuellen Bericht des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags (BIHK) hervor. Demnach legten in fast allen Rohstoffkategorien die Preise seit 2015 zu. Neben Steinen und Erden sind derzeit Basismetalle wie Kupfer oder Aluminium gefragt: 51 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, unter Preissteigerungen zu leiden. 46 Prozent kritisierten zudem die Versorgungslage. Als einen Grund nennt der Bericht, dass sich Rohstoffvorkommen häufig auf wenige Länder konzentrierten. Diese nutzten das zunehmend für ihre geopolitischen Absichten aus. Relativ geringe Auswirkungen scheint dagegen ein neues US-Gesetz zu haben: Wer mit seltenen Erden wie Zinn oder Wolfram in den USA Geschäfte macht, muss nachweisen, dass diese nicht in weltweiten Krisenregionen abgebaut wurden. Mit solchen Konfliktrohstoffen finanzieren unter anderem Warlords ihre Milizen. Der BIHK setzt nun auf Unterstützung durch die Politik, um die Bauwirtschaft leistungsfähig zu halten: Nur so könnten Wohn-, Bau- und Verkehrsprojekte im Freistaat realisiert werden.