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Winterliche Frühlingsimpressionen:Schneeweißer Mai

Apfelbaumblüten im Flockentreiben, Terrassen und Sonnenschirme im Schnee - und Gebirgsjäger, die sich lieber nach drinnen verziehen: Bilder vom ersten Mai-Wochenende in Bayern.

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Schnee in Bayern

Quelle: dpa

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So war das nicht geplant. Die Terrasse ist bereit für den Frühling, das Gemüt ebenso. Aber statt eines sonnigen ersten Mai-Wochenendes bekommen einige Menschen in Bayern eine Ladung Schnee ab. Sonnenschirm und Gießkanne, wie hier in Garmisch-Partenkirchen, bleiben unbenutzt.

Schnee im Süden

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Vor allem im Süden Bayerns hat es über Nacht geschneit. Da das Frühjahr in weiten Teilen bislang viel zu trocken war, freut sich die Natur eigentlich über jeden Tropfen Feuchtigkeit - nur richten Schnee und Frost in diesem Stadium auch Schäden an.

Apfelblüten im Schnee

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Für die blühenden Apfelbäume sind die Temperaturen beispielsweise bedrohlich. Werden die Blüten durch Frost geschädigt, fällt die Apfelernte im Herbst entsprechend schlecht aus. 2017 war schon so ein Frostjahr, dafür fiel die Ernte im vergangenen Jahr umso besser aus.

Schnee im Süden

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Dafür dürfte sich diese Kuh auf einer Weide in Unterthingau eher freuen, auch wenn man es ihr nicht direkt ansieht. Am wohlsten fühlen sich Milchkühe nämlich in einem Bereich von vier bis 16 Grad. Dann müssen die Tiere ihre Körpertemperatur nicht regulieren.

Patronatstag der bayerischen Gebirgsschützen

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Die Gebirgsschützen kommen alljährlich am ersten Sonntag im Mai zu Ehren der "Patrona Bavariae" zusammen. Sie betrachten die Muttergottes Maria als ihre Schutzpatronin und feiern somit den Patronatstag als höchstes Fest - eigentlich mit einem Gottesdienst unter freiem Himmel. Wegen der Temperaturen wurde der aber ins Festzelt verlegt, der Umzug entfiel ganz, die Schützen versammelten sich stattdessen im Festzelt.

Von Norden einfließende Polarluft wird auch in den kommenden Tagen noch für das Wetter im Freistaat bestimmend sein. In den Alpen kann es über 1000 Metern Höhe erneut Schnee geben, meldete der Deutsche Wetterdienst am Sonntag.

Patronatstag der bayerischen Gebirgsschützen

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Marsch ins Zelt! Alle 47 Kompanien sind beim Patronatstag der Gebirgsschützen vertreten. Ihre Geschichte reicht bis ins Mittelalter zurück. An die 12 000 Mitglieder bewahren vom Berchtesgadener bis zum Werdenfelser Land das Erbe ihrer einst für die Heimat kämpfenden Vorfahren. Jede Kompanie hat eine eigene, meist farbenfrohe Uniform - wenigstens dafür ist das Wetter gut: Die Tracht kommt noch besser zur Geltung.

Schnee im Süden

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Beim Einschlafen war die Umgebung noch Grün, am nächsten Morgen dann so: Auf einer schneebedeckten Wiese bei Görisried steht das Auto eines Festival-Besuchers. In dem Dorf im Allgäu fand in den vergangenen Tagen das Rockfestival "Go to Gö" statt.

Auch auf ganz normalen Straßen muss man in den kommenden Tagen mit Schneeglätte rechnen, die Temperaturen erreichen am Montag höchstens sieben bis zwölf Grad. Dabei ist am ehesten noch in Franken mit etwas Sonne zu rechnen.

Schnee im Süden

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Schneeglätte? Das scheint diesen Besuchern aus Berlin egal zu sein. Sie radeln tapfer über die verschneite Straße in Oy-Mittelberg und hinterlassen ihre Reifenpuren.

Zu Beginn der Woche wird es voraussichtlich nur zögerlich wärmer. Am Dienstag erwarten die Meteorologen für Bayern Sonne und Wolken, ab und zu Regen, bei Tagestemperaturen von acht bis 14 Grad. Nachts kann es an den Alpen und in den Mittelgebirgen leichten Frost geben. Mitte der Woche könnte Südbayern vorübergehend vom Föhn profitieren, der die Temperaturen auf 18 Grad im Chiemgau treibt. Von Westen her nähert sich jedoch schon bald Regen. Eine durchgreifende Wetteränderung ist derzeit nicht in Sicht.

© SZ.de/infu/dpa

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