OberbayernDrei Männer ertrinken bei Arbeitsunfall in Gullyschacht

Nach dem Einsatz von Pfefferspray mussten Dutzende Menschen ins Amberger Klinikum.
Nach dem Einsatz von Pfefferspray mussten Dutzende Menschen ins Amberger Klinikum. (Foto: Fernando Gutierrez-Juarez/dpa)

Ein Mitarbeiter einer Erdbaufirma in Weyarn verschwindet in einem mit Wasser gefüllten Kanal. Zwei Kollegen wollen ihm helfen und kommen ebenfalls um.

Bei einem Arbeitsunfall in einer Erdbau-, Abbruch- und Kiesfirma in Oberbayern sind drei Männer in einem Kanalsystem ertrunken. Einer der drei Arbeiter habe am Dienstag auf dem Betriebshof des Familienunternehmens in Weyarn (Landkreis Miesbach) in einem wassergefüllten Gullyschacht gearbeitet, teilte die Polizei mit. Als seine Kollegen keinen Kontakt mehr zu ihm aufnehmen konnten, seien die beiden Männer in den Schacht gestiegen, um zu helfen. Danach habe das Trio keine Lebenszeichen mehr gesendet.

In der Folge seien mehrere Feuerwehren aus der Umgebung, der Rettungsdienst, ein Rettungshubschrauber, die Wasserrettung und mehrere Polizeistreifen zu der Firma gefahren, teilte die Polizei mit. Taucher hätten nach den drei Vermissten gesucht, diese wegen des hohen Wasserstands im Kanalsystem aber zunächst nicht finden können. Erst nachdem Feuerwehrleute den Wasserstand in dem Kanalsystem gesenkt hätten, hätten die drei Männer im Alter von 20, 27 und 28 Jahren tot geborgen werden können.

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Die Kripo Miesbach und die Staatsanwaltschaft München II ermittelten am Dienstag am Ort des Unfalls zur Ursache. Weshalb die Männer an dem Gullyschacht arbeiteten, konnte ein Polizeisprecher am Dienstag zunächst nicht sagen.

Die Angehörigen der drei Männer, die Polizeiangaben zufolge alle aus Gemeinden in der Region stammen, wurden noch während des laufenden Einsatzes verständigt. Ihre Betreuung übernahmen ein Kriseninterventionsteam und geschulte Kräfte des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd.

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