Das winterliche und regnerische Wetter hat für mehrere Unfälle auf Bayerns Straßen gesorgt. Meistens entstanden lediglich Blechschäden, doch in einem Fall kam ein 35 Jahre alter Autofahrer schwer verletzt in ein Krankenhaus, wie die Polizei mitteilte. Er geriet mit seinem Wagen am Montagabend bei Tuntenhausen (Landkreis Rosenheim) auf der schneebedeckten Fahrbahn ins Schleudern. Daraufhin kam er von der Straße ab und prallte gegen einen Baum. Die Feuerwehr befreite den Mann aus seinem Fahrzeug.
In den folgenden Tagen besteht laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) weiterhin Glättegefahr. Leichter Frost und Schneematsch lassen die Straßen im Freistaat auch in der Nacht zum Mittwoch wieder rutschig werden.
Auch auf der A8 sorgten Glätte und Nässe für Unfälle. Zwischen den Anschlussstellen Adelzhausen und Sulzemoos kollidierten gleich zwei Fahrzeuge innerhalb kurzer Zeit mit der Leitplanke. Die Menschen in einem der Autos kamen vorsorglich in ein Klinikum, die übrigen blieben unverletzt.
Für eine zwischenzeitliche Sperrung auf der A8 sorgte dann die Kollision eines Autos mit einem Sattelzug. Der Fahrer des Autos verlor laut Polizei wegen Aquaplaning die Kontrolle über sein Fahrzeug. Er sei zu schnell gewesen. Dadurch stieß er mit dem Sattelzug zusammen – ausgerechnet im Bereich des Dieseltanks. Eine erhebliche Menge des Kraftstoffs sei ausgetreten. Für mehr als drei Stunden blieben der rechte und mittlere Fahrstreifen der Autobahn wegen der Reinigungsarbeiten gesperrt. Der Unfallverursacher kam leicht verletzt in ein Krankenhaus.
Ein anderer Autofahrer geriet wiederum beim Spurwechsel ins Rutschen. Dadurch stieß er mit einem anderen Wagen zusammen. Alle Beteiligten blieben unverletzt. Allerdings fehlte beim Auto des mutmaßlichen Unfallverursachers die Haftpflichtversicherung. Das Fahrzeug wurde abgeschleppt.
Auch auf der A96 kam es zu zwei Aquaplaning-Unfällen. Beide Male prallten die Fahrer mit ihren Fahrzeugen alleinbeteiligt gegen die Leitplanke. Sie blieben jeweils unverletzt.
Viel Neuschnee in Teilen der Alpen - Lawinengefahr groß
In Teilen der österreichischen Alpen sind binnen kurzer Frist 50 bis 60 Zentimeter Neuschnee gefallen. Das gelte vor allem für die Region rund um den Arlberg, teilte der Wetterdienst Geosphere Austria mit. „Es ist der klassische Spätwinter“, sagte eine Sprecherin des Wetterdiensts. Orte wie Lech und Zürs zeigten sich auf den Webcams tief verschneit.
In Vorarlberg war laut Warndienst die Lawinengefahr groß. Sie erreichte die Warnstufe 4 auf der fünfteiligen Skala. Verbreitet herrschte „erhebliche“ Gefahr (Warnstufe 3). Als Folge der winterlichen Verhältnisse galt nach einem Überblick des Verkehrsclubs ÖAMTC auf einigen hoch gelegenen Straßen in Tirol sowie in anderen Bundesländern Schneekettenpflicht. Zu größeren Behinderungen kam es laut Behörden nicht. Die Schneefälle sollen am Mittwoch aufhören.
Für das Osterwochenende sagen die Meteorologen in den Skiregionen schönes Wetter voraus. Gerade am Ostersonntag und Ostermontag soll es sonnig bei deutlich steigenden Temperaturen sein. Für die Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck werden am Wochenende bis zu 20 Grad erwartet.


