Ottobrunn (dpa/lby) - Staatsregierung und betroffene Kommunen haben sich zum weiteren Ausbau des Luft- und Raumfahrtcampus in Ottobrunn bekannt. Ministerpräsident Markus Söder und Wissenschaftsminister Markus Blume (beide CSU) unterzeichneten am Montag mit kommunalen Vertretern eine Erklärung zur Entwicklung des neuen Campus der Technischen Universität München (TUM). Die Staatsregierung will hier Europas größte Weltraumfakultät etablieren. Im Endausbau soll sie rund 50 Professuren und bis zu 4000 Studierende beherbergen. Derzeit gibt es rund 1600 Studierende.
„#Weltraumforschung ist zentral für die Menschheit: Der Blick ins All sucht nach Antworten auf die großen Fragen - und ermöglicht konkrete Lösungen für aktuelle Herausforderungen hier auf der Erde, etwa bei der Klimaforschung“, twitterte Söder. „Unsere bayerischen Aktivitäten sollen dazu beitragen, die Welt und uns selbst besser zu verstehen.“
Die Region ist seit Langem Standort für Luft- und Raumfahrt-Unternehmen wie Airbus, die Ariane-Group oder IABG. Der Standort sei durch sein unternehmerisches Umfeld prädestiniert für den größten Luft- und Raumfahrtcampus Europas, sagte Blume. „Hier bringen wir Wissenschaft, Start-ups und Industrie zusammen.“ Das bringe Wachstum und steigere die Wettbewerbschancen für ganz Bayern.
Im nächsten Schritt sollen Flächen für den Ausbau gefunden werden. Alle Beteiligten strebten die Verlängerung der U-Bahn-Linie U5 von Neuperlach Süd zum Gebiet des geplanten Campus an, hieß es weiter.
Studierende stellten Projekte vor, etwa eine Wasserstoffdrohne und ein Experiment zur Alters- und Demenzforschung. Die Studierenden hatten dazu mit einem Frachtflug Nervenzellen zur internationalen Raumstation ISS geschickt. Daran wollen sie Alterungsprozesse beobachten, die in Schwerelosigkeit anders ablaufen.
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