Verkehrsplanung:Weilheimer verzichten auf Umfahrung

Bei einer Bürgerbefragung spricht sich die Mehrheit gegen alle staatlichen Planungen für eine Umgehungsstraße aus.

Immerhin acht Varianten, die von fünf verschiedenen Bürgerinitiativen gefordert oder abgelehnt wurden, standen den Weilheimern als mögliche Umfahrung um ihre Stadt zur Auswahl. Am Ende haben sie sich mehrheitlich gegen jedwede Umfahrung ausgesprochen und damit den jahrelangen Trassenstreit wohl endgültig erledigt.

Die oberbayerische Kreisstadt, die an der viel befahrenen B 2 zwischen München und Garmisch-Partenkirchen liegt, hatte rund 20 000 Bürgern über 16 Jahren Abstimmungsunterlagen zustellen lassen und binnen der Frist von vier Wochen etwa die Hälfte ausgefüllt zurückbekommen. Demnach sind 54,6 Prozent gegen jede Umfahrung. Rechtlich ist die Abstimmung nicht bindend, doch Bürgermeister Markus Loth und der Stadtrat hatten zuvor deutlich gemacht, das Ergebnis als Position der Stadt übernehmen zu wollen. Gegen den Willen der Stadt wird aber auch das in Weilheim selbst ansässige Staatliche Baumt seine Planungen erklärtermaßen nicht weiterverfolgen.

Eine erste Abstimmung im Jahr 2020 war abgebrochen worden, nachdem sich im beigelegten Infoblatt des Bauamts Fehler fanden. Einen Tunnel mitten durchs Zentrum hat die Behörde vor der neuerlichen Abstimmung als unwirtschaftlich aussortiert.

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